ÖAMTC: Ausdehnung der Kurzparkzonen darf nicht zur "Parkfalle" werden

Kundmachung wird zum Problem, Parkscheine müssen bis 22 Uhr erhältlich sein

Wien (OTS) - Die Erfahrung mit der Ausdehnung der Kurzparkzone im Stadthallenbereich zeigt, dass Autofahrer immer wieder in die Parkfalle tappen und massig Strafzettel ausgestellt werden. "Das kann aber nicht das Ziel der städtischen Parkraumbewirtschaftung sein", kritisiert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Außerdem ist schon jetzt unbefriedigend, dass nicht während der gesamten Abstelldauer innerhalb der Kurzparkzonen Parkscheine erhältlich sind. Trafiken schließen um 18 Uhr. Bei wenigen U-Bahn Stationen sind zwar Parkscheine erhältlich, aber man darf und kann dort nicht stehen bleiben, um die Scheine zu kaufen.

Der ÖAMTC fordert, dass zumindest an jeder Straßenkreuzung Hinweise auf die Kurzparkzone aufgestellt werden. Hier sollte auch angegeben sein, wo Parkscheine erhältlich sind und wie das "Handy-Parken" funktioniert. Für die Dauer der Parkscheinbeschaffung sollte ein Abstellen des Fahrzeuges ohne Parkschein - aber mit Parkscheibe - zulässig sein.

Logisch klingt der Wunsch mancher Bezirke, die Dauer der Parkpickerl-Zonen in die Abendstunden auszudehnen, noch dazu, wenn das der Bevölkerung unter dem Titel "Vereinheitlichung" schmackhaft gemacht wird. "Die Verlängerung der Parkdauer wird aber den Wunsch der Bezirke außerhalb des Gürtels nach eigenen Pickerlzonen weiter erhöhen", so ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer: "Am Ende des Tages wird man zwar im eigenen Bezirk ein bisschen besser parken, aber nirgends mehr hinfahren können. Trotzdem gibt es keine Parkplatzgarantie, denn Parkscheine nachlegen oder ein neues SMS schicken, sind schon heute üblich."

Eine wesentliche Verschlechterung bedeutet die neue Regelung für Lebenspartner, Besucher, Inhaber von Zweitwohnsitzen oder auch pflegende Angehörige: "Diese Personen stellen in der Regel ihr Fahrzeug nur in den Abend- und Nachtstunden ab. Würde die Kurzparkzone bis 22 Uhr gelten, dürfte das Fahrzeug frühestens um 20 Uhr abgestellt werden", so Hoffer. Daher muss der Kreis der Parkpickerlberechtigten erweitert werden.

Unabhängig davon fehlen in vielen Stadtteilen attraktive Alternativen wie etwa komfortable und leistbare Garagen. Der Club fordert schon lange, dass die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung zur Förderung von Garagen verwendet werden sollten.

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