Niederwieser stellt klar: Kleinere Klassen auch an berufsbildenden Schulen

"Gehrers Daten-Chaos verhinderte genaueren Zeitplan"

Wien (SK) - "Kleinere Klassen wird es auch an den berufsbildenden Schulen geben." Das machte heute SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser klar und reagierte damit auf gestrige Befürchtungen der BMHS-Lehrergewerkschaft. Er verweist darauf, dass die SP-Verhandler Landeshauptmann Niessl und er selbst in den Koalitionsverhandlungen darauf bestanden hatten, dass beim Passus über die Senkung der Klassenschülerzahlen ALLE Schularten enthalten sind: "Wir waren es, die auf die hohen Drop Out-Raten in den ersten Klassen der BHS hingewiesen haben, weil dort die Klassen 36 und teilweise sogar mehr SchülerInnen aufweisen. Es ist besser, weniger in einer ersten Klasse zu haben und diese dann alle bis zur Matura zu bringen als zu viele und dann 40 Prozent hinaus zu prüfen. Damit hat niemand eine Freude" so Niederwieser am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Die Ungeduld ist nach den Hungerjahren verständlich", so Niederwieser zu den Aussagen der Lehrergewerkschaft. "Wir sind an einer nachhaltigen Verbesserung der Unterrichtsqualität höchst interessiert, selbstverständlich auch an den berufsbildenden Schulen!" Dass im Koalitionspapier kein genauerer Zeitplan für die Umsetzung an den einzelnen Schularten enthalten ist, erklärt er mit den fehlenden Daten: "Die vom Gehrer-Ministerium vorgelegten Zahlen waren dürftig; die dortigen Datenprobleme sind Insidern ja bekannt und auch in einer parlamentarischen Anfrage von mir dokumentiert. Ohne Zahlen darüber, wie viele Klassen in den einzelnen Schularten und Bundesländern mehr als 25 SchülerInnen aufweisen, lässt sich auch nicht berechnen, wie hoch der zusätzliche Raum- und Personalbedarf ist", so Niederwieser. Auch in Vorbereitung der Budgetverhandlungen bei den Regierungsverhandlungen habe die damalige Ministerin keine konkreteren Zahlen vorgelegt. "Gehrers Daten-Chaos hat einen genaueren Zeitplan verhindert."

Freilich mache es aber wenig Sinn, Vergangenheitsbewältigung zu betreiben. "Die BMHS sind uns bei dieser Senkung ganz wichtig." Es gebe auch noch einige andere Probleme zu lösen, wie etwa die Schaffung zusätzlichen Schulraums zur Hebung der AbsolventInnenquote oder die bessere Anrechnung bei den nachfolgenden Studien. "All das ist in den nächsten Jahren zu lösen, und da müssen alle mitmachen, auch die Länder und der Finanzminister", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah/mp

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