Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Freiwilligkeit statt Strafen beim Thema Rauchen in Lokalen

19.366* Unterschriften gegen ein generelles Rauchverbot

Wien (OTS) - Das Thema Rauchen, dessen gesundheitlichen
Auswirkungen und die Rolle der Gastronomie stehen seit langem im Zentrum des öffentlichen Diskurses. Die Europäische Union stellt immer wieder ein EU-weites Rauchverbot in Lokalen in den Raum. Während es in Irland und Schottland und ab Sommer 2007 auch in England, Wales und Nordirland ein totales Rauchverbot gibt, geht man in Österreich schon seit geraumer Zeit den Weg der "Freiwilligkeit". "Die Wiener Betriebe über 75 m2 haben sich verpflichtet, 40 Prozent der Gesamtplätze als NichtraucherInnenplätze zu definieren" so Willy Turecek, Vorsitzender der Sparte Tourismus und Freitzeitwirtschaft im SWV Wien.

Seit 1. Feber 2007 wird die Einhaltung der NichtraucherInnen-Zonen in Lokalen auch überprüft. "Wir stehen zum freiwilligen NichtraucherInnen-Schutz. Aber ein generelles Rauchverbot in Lokalen lehnen wir ab, weil wir überzeugt sind, dass die LokalbesitzerInnen mit freiwilligen Maßnahmen die Problematik des NichtraucherInnen-Schutzes besser in Griff bekommen, als durch Strafen", ist sich Turecek sicher.

Daher entschloss sich der SWV Wien Anfang Dezember 2006 eine Wien-weite Unterschriftenaktion ins Leben zu rufen. "Wir haben alle Wiener WirtInnen und Kaffeehaus-BesitzerInnen angeschrieben und sie gebeten, unsere Unterschriftenliste, die sich für die Freiwilligkeit des NichtraucherInnen-Schutzes ausspricht, aufzulegen. Der Response war einfach überwältigend", so Turecek und weiter "19.366 Personen sprachen sich innerhalb von zwei Monaten gegen ein generelles Rauchverbot in Lokalen aus. Ich bin schon mein halbes Leben lang Interessensvertreter und setze mich für Gastronomie und Kaffeehäuser ein, aber ich hätte nicht damit gerechnet, das sich so viele Menschen, sowohl KollegInnen als auch Gäste, für unsere Aktion engagieren. Scheinbar haben wir mit unserer Forderung nach Freiwilligkeit und Aufklärung wirklich den Nerv getroffen", so Turecek.

Abschließend bekräftigte Turecek, dass er sich gemeinsam mit seinen KollegInnen vom SWV Wien weiterhin für die wirtschaftliche Existenz der Wiener WirtInnen und Kaffeehaus-BesitzerInnen einsetzen werde. "Denn damit sind nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze, sondern auch die weltberühmte Wiener Gemütlichkeit und Gastlichkeit verbunden. Und ich bin mir sicher, dass wir durch ein kooperatives Miteinander statt Strafen und Verbote, wesentlich mehr erreichen können: Für die Gesundheit der Menschen UND für die Wiener Gastronomie", schloss Turecek.

*Stand 14. Feber 2007

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