AUF/Exekutive Wien: Ausbeutung der Exekutive muss ein Ende haben

Dienstzeit - TEAM04 muss verhindert werden

Wien, 14-02-2007 (fpd) - Die derzeit in der Umsetzung befindliche Polizeireform - TEAM04 - mit den darin vorgesehenen besonderen Möglichkeiten der variablen Dienstzeiten bringt im Zusammenhang mit den personellen Engpässen nicht nur unzumutbare Dienstzeiten mit sich, sondern führt auch zu gewaltigen Überstundenbelastungen im Bereich der einzelnen Kommanden, so der Vorsitzende der AUF/Exekutive Wien, Werner Herbert und AUF Personalvertreter Albert Schmiedt.

Während man nach außen das Bild einer einsatzbereiten und für die Bevölkerung immer verfügbaren Polizei zeichnet, wird seitens des Landespolizeikommandos (LPK) Wien auf den einzelnen Polizeibeamten selbst keine Rücksicht genommen. Eine derartig unerträgliche Dienstzeitsituation bringt oftmals erhebliche Spannungen im sozialen und familiären Umfeld mit sich. Dass diese privaten Probleme fatale Folgen haben können findet durch die jüngsten Suizidfälle innerhalb der Exekutive leider traurige Bestätigung, meint Herbert.

Seit dem Jahr 1999 wurden bei der Wiener Polizei mehr als 600 Planstellen eingespart obwohl die Aufgaben und Tätigkeiten der Polizei immer mehr geworden sind. Gerade in den exekutiven Außendienst wurden viele Verwaltungstätigkeiten verschoben. Der dadurch vervielfachte Zeitaufwand beeinträchtigt nicht nur die vorhandenen Ressourcen massiv, sondern behindert auch die präventive Arbeit wesentlich, kritisiert Schmiedt und warnt, dass sich die Kollegenschaft diese Zustände nicht mehr lange gefallen lassen wird. (Schluss) am/paw

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