Neues Volksblatt: "Unrund" (von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 14. Februar 2007

Linz (OTS) - Die Geduld der Wählerinnen und Wähler mit einer neuen Regierung ist enden wollend. Herr und Frau Österreicher haben zur Kenntnis genommen, dass die Bildung der rot-schwarzen Koalition nicht einfach war. Jetzt allerdings ist der Zeitpunkt gekommen, wo diese Koalition sich in der täglichen Arbeit und in der Folge in ihren Ergebnissen als handlungsfähig und effizient erweisen muss. Dass es dabei zwischen den Ministern unterschiedliche Auffassungen geben kann, liegt in der Natur der Sache. Das ist nun aber genau der Punkt, an dem der Bundeskanzler als Koordinator gefordert ist und Führungsqualitäten zeigen muss. Alfred Gusenbauer ist davon bis jetzt weit entfernt, er muss vorerst überhaupt einmal zeigen, dass es ihn in der politischen Tagesarbeit gibt. Ebenso muss er als SPÖ-Chef den Beweis erbringen, dass man innerhalb der Partei in wichtigen Fragen eine einheitliche Linie hat, auf der auch die roten Landesfürsten liegen. Wenn jüngste Umfragen ergeben, dass die ÖVP im Aufwind ist und sie die SPÖ überholt hat, dann ist dies doch ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Leute erkannt haben, an wem es liegt, dass manches in der neuen Regierung noch unrund läuft.

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