Komm.Rat Hans Naglreiter verlangt dringende Erleichterungen bei Betriebsübergaben innerhalb der Familie!

Der Erhalt der Unternehmen muss Vorrang haben!

Wien (OTS/RFW) - Bei Unternehmensnachfolgen im Familienbereich führt die derzeitige gesetzliche Regelung zu einer Aushöhlung des Eigenkapitals unter anderem durch Erbschafts- und Schenkungssteuer und vermindert dadurch die Fähigkeit, unternehmerische Chancen zu nutzen. Sinkendes Eigenkapital erhöht die Fremdkapitalkosten und das wiederum gefährdet mitunter den Bestand eines Unternehmens, welches in der Familie fortgeführt werden soll, so die Kritik des RFW-Spartenvertreters im Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, Komm.Rat Hans Naglreiter, am derzeit bestehenden System.

Naglreiter dazu: "Um Österreichs Arbeitgeber Nummer 1 - die Klein-und Mittelbetriebe - zu erhalten, sind bei der Betriebsnachfolge tief greifende Reformen notwendig. Tatsache ist, dass etwa 40.000 Betriebe aus dem Gewerbe und Handwerk in den nächsten Jahren einen Betriebsnachfolger suchen. Sollten diese Betriebsübergaben (Arbeitnehmerdurchschnitt von 3-4 Mitarbeitern) nur bei einem Viertel nicht gelingen, so sprechen wir von 30-40 Tausend Arbeitsplätzen, die dadurch verloren gehen. Von Steuerleistungen und Sozialabgaben, die nicht mehr vorhanden sind, sprechen wir noch nicht einmal.

Extrem prekär ist die Situation bei den Bäckern, Konditoren und Fleischern, hier nehmen die Supermärkte einen erheblichen Teil des Umsatzes weg. In den meisten Fällen steht eine geringe Ertragslage einem hohen Kapitalbedarf gegenüber.

Als Beispiel bietet sich hier an, Betriebsübergaben innerhalb der Familie erbschaftssteuerfrei zu stellen. Weiters macht eine Verdoppelung des Übergabefreibetrages von 365.000 Euro für unentgeltliche Betriebsübergaben Sinn. Auch der für die Betriebsaufgabe und -veräußerung geltende Freibetrag in Höhe von 7.300 Euro muss auf das Fünffache angehoben werden. Außerdem sollte die Möglichkeit geschaffen werden, den Aufgabe- bzw. Veräußerungsgewinn progressionsmindernd auf 5 Jahre (statt 3 Jahre) zu verteilen oder als Pensionsvorsorge anzuerkennen."

Ein wesentlicher Beitrag zur Lösung des Problems ist für Komm.Rat Hans Naglreiter die Senkung der Lohnnebenkosten. Nur mit einer spürbaren Abgabenentlastung des Faktors Arbeit beseitigen wir die Hemmnisse für Beschäftigung und verhindern ein Ausweichen in Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit!

Daher sollte die neue Bundesregierung, sowie die Wirtschaftskammer Österreich die steuerlichen Änderungen im Bereich der familiären Betriebsübergaben als ersten wichtigen Punkt für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich in Angriff nehmen, so der RFW-Spartenvertreter in der WKÖ, Kommerzialrat Hans Naglreiter, abschließend.

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