• 13.02.2007, 13:56:01
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Spatenstich für den Neubau Terminal Freudenau

Angepeilt ist Verdoppelung der Umschlagkapazität - Vorfinanzierung des Projektes durch die Stadt Wien

Wien (OTS) - Am Dienstag Vormittag haben sich im Freudenauer Hafen
Verkehrs- und Infrastrukturminister Werner Faymann, Bürgermeister Dr.
Michael Häupl, Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.a Renate
Brauner, ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin Huber, die Direktoren des
Wiener Hafens sowie Stadtpolitiker und Verkehrsfachleute
zusammengefunden. Anlass dazu: Der Spatenstich für den Neubau
Terminal Freudenau, dessen Umschlagkapazität in Zukunft verdoppelt
werden soll und der sich damit zur zentralen Logistik-Drehscheibe in
Mitteleuropa entwickeln wird. Die rasche Inangriffnahme des Vorhabens
war nur möglich, weil die Stadt Wien die Vorfinanzierung des Projekts
übernommen hat, und damit einmal mehr die ständigen Bestrebungen zur
Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien verdeutlicht hat.

Verkehrsminister Faymann betonte die Bedeutung des Güterverkehrs
als "wirtschaftliches Standbein der Bahn", die finanzielle Bedeutung
dieses Vorhabens sei gesichert. Grundsätzlich müssten bei Projekten
Planung und Realisierung in einem vernünftigen Verhältnis stehen.
Bürgermeister Häupl unterstrich, dass die Distribution der Waren in
möglichst umweltfreundlicher Form für Wien besondere Bedeutung habe,
denn "es geht uns um eine vernünftige Verkehrspolitik und wir wollen
einen Beitrag zur Umweltpolitik unserer Stadt leisten". Deshalb habe
die Stadt Wien zur Beschleunigung des Projektes beigetragen, es gelte
mit einer florierenden Wirtschaft die Umweltprobleme zu lösen.

ÖBB Generaldirektor Huber sieht mit diesem Projekt "den ersten
Schritt einer Standortkonzentration in Wien", damit würden andere
Flächen frei. Es gehe darum, schlagkräftige Standorte für den
Güterverkehr in der Bundeshauptstadt auszubauen, als nächstes der
Terminal Inzersdorf. Auch er wies auf die Besonderheit der
Finanzierung hin, die ohne die tatkräftige Hilfe der Stadt Wien so
nicht möglich gewesen wäre. Für den Wiener Hafen betonte Direktor
Walter Edinger, dass mit dem heutigen Spatenstich der Startschuss für
das größte Infrastrukturausbauvorhaben im Wiener Hafen erfolgt sei,
von dem "ein Entlastungseffekt für die Straße ausgeht". Man strebe
an, die zentrale Drehscheibe in Mitteleuropa und der
"Übersee-Terminal der Region" zu werden.

Mit dem Um- bzw. Neubau des Terminals wird eine jährliche
Umschlagkapazität von 400.000 Containereinheiten erreicht werden,
also ungefähr eine Verdoppelung der derzeitigen Kapazität. Dazu ist
auch ein Lückenschluss Donauuferbahn - Donauländebahn notwendig, da
seit dem Zweiten Weltkrieg keine Verbindung mehr existierte. Die ÖBB
stellen diesen Lückenschluss nunmehr wieder her, auf 8,8 km Länge
werden die Gleise komplett adaptiert und auf 2,3 km Länge neu
angelegt. Das Herzstück dabei ist die Wiedererrichtung der
Winterhafenbrücke in zeitgemäßem Stahlbaudesign. Für das
Gesamtprojekt wurden 122 Millionen Euro veranschlagt, die bereits
angesprochene Vorfinanzierung der Stadt Wien ermöglichte die
Vorverlegung von 2012 auf 2007. Der Großteil der Projektkosten wird
von der ÖBB-Infrastrukturbau AG getragen (96 Millionen Euro), weitere
Kostenträger (jeweils in Millionen Euro) Stadt Wien 14,
WienCont-Terminal GmbH. 7,4, Wiener Hafen 5.

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