Spatenstich für den Neubau Terminal Freudenau

Angepeilt ist Verdoppelung der Umschlagkapazität - Vorfinanzierung des Projektes durch die Stadt Wien

Wien (OTS) - Am Dienstag Vormittag haben sich im Freudenauer Hafen Verkehrs- und Infrastrukturminister Werner Faymann, Bürgermeister Dr. Michael Häupl, Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner, ÖBB-Generaldirektor Mag. Martin Huber, die Direktoren des Wiener Hafens sowie Stadtpolitiker und Verkehrsfachleute zusammengefunden. Anlass dazu: Der Spatenstich für den Neubau Terminal Freudenau, dessen Umschlagkapazität in Zukunft verdoppelt werden soll und der sich damit zur zentralen Logistik-Drehscheibe in Mitteleuropa entwickeln wird. Die rasche Inangriffnahme des Vorhabens war nur möglich, weil die Stadt Wien die Vorfinanzierung des Projekts übernommen hat, und damit einmal mehr die ständigen Bestrebungen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien verdeutlicht hat.

Verkehrsminister Faymann betonte die Bedeutung des Güterverkehrs als "wirtschaftliches Standbein der Bahn", die finanzielle Bedeutung dieses Vorhabens sei gesichert. Grundsätzlich müssten bei Projekten Planung und Realisierung in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Bürgermeister Häupl unterstrich, dass die Distribution der Waren in möglichst umweltfreundlicher Form für Wien besondere Bedeutung habe, denn "es geht uns um eine vernünftige Verkehrspolitik und wir wollen einen Beitrag zur Umweltpolitik unserer Stadt leisten". Deshalb habe die Stadt Wien zur Beschleunigung des Projektes beigetragen, es gelte mit einer florierenden Wirtschaft die Umweltprobleme zu lösen.

ÖBB Generaldirektor Huber sieht mit diesem Projekt "den ersten Schritt einer Standortkonzentration in Wien", damit würden andere Flächen frei. Es gehe darum, schlagkräftige Standorte für den Güterverkehr in der Bundeshauptstadt auszubauen, als nächstes der Terminal Inzersdorf. Auch er wies auf die Besonderheit der Finanzierung hin, die ohne die tatkräftige Hilfe der Stadt Wien so nicht möglich gewesen wäre. Für den Wiener Hafen betonte Direktor Walter Edinger, dass mit dem heutigen Spatenstich der Startschuss für das größte Infrastrukturausbauvorhaben im Wiener Hafen erfolgt sei, von dem "ein Entlastungseffekt für die Straße ausgeht". Man strebe an, die zentrale Drehscheibe in Mitteleuropa und der "Übersee-Terminal der Region" zu werden.

Mit dem Um- bzw. Neubau des Terminals wird eine jährliche Umschlagkapazität von 400.000 Containereinheiten erreicht werden, also ungefähr eine Verdoppelung der derzeitigen Kapazität. Dazu ist auch ein Lückenschluss Donauuferbahn - Donauländebahn notwendig, da seit dem Zweiten Weltkrieg keine Verbindung mehr existierte. Die ÖBB stellen diesen Lückenschluss nunmehr wieder her, auf 8,8 km Länge werden die Gleise komplett adaptiert und auf 2,3 km Länge neu angelegt. Das Herzstück dabei ist die Wiedererrichtung der Winterhafenbrücke in zeitgemäßem Stahlbaudesign. Für das Gesamtprojekt wurden 122 Millionen Euro veranschlagt, die bereits angesprochene Vorfinanzierung der Stadt Wien ermöglichte die Vorverlegung von 2012 auf 2007. Der Großteil der Projektkosten wird von der ÖBB-Infrastrukturbau AG getragen (96 Millionen Euro), weitere Kostenträger (jeweils in Millionen Euro) Stadt Wien 14, WienCont-Terminal GmbH. 7,4, Wiener Hafen 5.

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