Mandak zu Familientragödie in OÖ: Kinderbeistand muss flächendeckend eingeführt werden

Grüne: Ankündigungen der Ministerinnen werden am kommenden Budget geprüft

Wien (OTS) - Die Familiensprecherin der Grünen, Sabine Mandak, begrüßt die kritischen Worte der Ministerinnen Kdolsky und Schmied im Zusammenhang mit der Familientragödie in Oberösterreich: "Der Kernpunkt bleibt aber, dass künftig viel Geld in den Bereich der Unterstützung und Begleitung nach Scheidungen investiert werden muss".
Die bundesweite Einführung der Begleitung für Kinder wurde von der letzten Regierung bewusst nicht umgesetzt. "Es war ihr einfach zu teuer und daher blieb es leider nur bei einigen Pilotfällen", kritisiert Mandak und weiter: "Wie viel die Ankündigungen der Ministerinnen also wert sind, wird am kommenden Budget zu überprüfen sein".

Mandak geht davon aus, dass das Gerichtsverfahren die Fehlverhalten offen legen wird. "Es wird innerhalb der Behörden genau zu überprüfen sein, ob ihre Warnsysteme wirklich funktioniert haben oder ob Nachlässigkeiten passiert sind". Auch die derzeitige Rechtslage sei unzureichend und es sind zu wenig Unterstützungsangebote vorhanden, so Mandak.
"So schrecklich dieses Ereignis auch ist: Eine Panikmache in Richtung, wer einen ungepflegten Garten oder ein schmutziges Auto hat, ist verdächtig die Kinder zu vernachlässigen, ist vehement abzulehnen", so Mandak.

Die Familiensprecherin der Grünen wiederholt ihre Forderung, die Begleitung von Kindern in Scheidungsverfahren flächendeckend bei allen Gerichten anzubieten. "Die Begleitung soll es auch dann geben, wenn die Eltern dagegen sind, weil hier eindeutig das Kindeswohl an erster Stelle steht", fordert Mandak.

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