FCG-Wien: Längere Ladenöffnungszeiten bringen nicht mehr Umsatz

Wien (FCG) - Die FCG-Wien lehnt die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten strikt ab, da diese nur zu einer Verschlechterung für die Arbeitnehmer/innen führt. Der FCG-Wien-Vorsitzende Alfred Gajdosik erläutert seine Bedenken: "Mir ist klar, dass die Großkonzerne ihre Lobbyisten vorschicken, um ihre Wünsche bei den zuständigen Ministerien vorzubringen. Fragt hier aber auch einmal jemand nach den Wünschen der Arbeitnehmer/innen? Der Handel gehört jetzt schon zu den Berufssparten mit der größten Teilzeitbeschäftigungsrate, daher ist es auch jetzt schon notwendig, über eine ordentliche Mehrarbeitszeitsregelung nachzudenken."

Eine Umfrage der GPA-DJP hat ergeben, dass die Handelsangestellten gegen die geplante Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sind. Vor allem aber stellt sich hier die Frage, ob die großen Ketten wirklich glauben, dass es zu einer Umsatzsteigerung kommt. Für die Klein- und Mittelbetriebe bedeutet diese Ausweitung über kurz oder lang den Tod und somit den Verlust von unzähligen Arbeitsplätzen.

"Dazu kommt noch, dass die Arbeitnehmer/innen im Handel jetzt schon wenig Zeit mit ihrer Familie verbringen können und wenn die Ladenöffnungszeiten wirklich ausgeweitet werden, bleibt dafür noch weniger Zeit, da von den Angestellten noch mehr Flexibilität gefordert wird. Und für die allein erziehenden Mütter, die im Handel arbeiten, stellt sich dann gleich das nächste Problem ein. Oder glauben die Handelsriesen etwa, dass es wirklich viele Kinderbetreuungseinrichtungen gibt, die nach 18 Uhr noch geöffnet haben?" schließt Gajdosik.

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