ÖAMTC: Umgekippter Fleisch-Lkw in Tirol - Schwingende Ladung kann dramatische Auswirkungen haben

Für Lkw-Fahrer ist die Einschätzung von Tempo, Kurvenradius und Beladungsschwerpunkt schwierig

Wien (OTS) - Ein mit 15 Tonnen Fleisch beladener Lkw ist heute, Dienstag, auf der Inntal Autobahn (A12) umgekippt. Der Lkw war vermutlich für den Ladungszustand zu schnell in die Kurve der Autobahnauffahrt gefahren. "Hängendes Fleisch zu transportieren ist die wahrscheinlich am schwierigsten einzuschätzende Ladungssituation überhaupt", weiß Gerhard Blümel, Leiter der Lkw- und Bus-Fahrsicherheit beim ÖAMTC. "Ein, zwei km/h zu schnell in der Kurve oder beim Spurwechsel können schlimm ausgehen, wenn die Ladung zu pendeln und gegenpendeln beginnt." Die Regel Nummer eins lautet:
Tempo verringern, damit es zur massiven Schwerpunktverlagerung erst gar nicht kommt.

"Schwingende Beladung macht für den Fahrer eine Einschätzung von Tempo, Kurvenradius und Beladungsschwerpunkt schwierig", so der Club-Experte. Selbst für Profis ist hängende Beladung eine große Herausforderung - noch schwieriger als der Transport von Flüssigkeit. "Der heutige Lkw-Unfall in Tirol hat aber wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich des Themas anzunehmen", betont Blümel. "Dazu gehören auch Schulungen auf dem Gebiet Ladungssicherung."

Ladungssicherung ist das Um und Auf einer sicheren Lkw-Fahrt

Für eine sichere Lkw-Fahrt ist es unbedingt notwendig, die entsprechenden Maßnahmen zur Ladungssicherung zu setzen. Das betrifft z.B. die Güter, die transportiert werden, Aufbauten, aber auch die Mittel der Ladungssicherung. "Es darf nicht passieren, dass die Ladung eines Fahrzeugs so transportiert wird, dass sich dadurch eine Gefährdung für andere ergeben kann", so Blümel.

Der ÖAMTC trainiert seit mehr als zwanzig Jahren in seinen Fahrsicherheitszentren österreichweit die Profis am Steuer von Lkw, Bussen, Einsatzfahrzeugen, Tankwagen oder Transportern. Dabei werden auch spezielle Trainings- und Schulungsangebote zur Ladungssicherung angeboten. "Richtiges Dimensionieren, Verteilen und Sichern von Ladeeinheiten sind das Um und Auf für eine sichere Lkw-Fahrt", betont Blümel. "Die Kräfteeinwirkungen stehen bei den Trainings ebenso auf dem Programm wie die Auswirkungen von falsch gesicherter Ladung auf Fahrzeug, Stabilität und Schwerpunkt."

Die Trainings finden in allen neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren statt, nähere Informationen und Buchung unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

Aviso an die Redaktionen:
Bilder vom Lkw- und Bus-Fahrsicherheitstraining gibt es unter www.oeamtc.at/presse.

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