Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Berufliche Perspektiven für Spitzensportler eröffnen

Sportlerinnen und Sportler nach ihrer aktiven Karriere bedarfsorientiert fördern

Wien, 13. Februar 2007 (OTS) - Eine "Karriere.Danach" ist das Ziel des gleichnamigen "KA.DA"-Projektes, das ehemaligen Spitzensportlerinnen und Spitzersportlern einen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen soll. Nach einem Gespräch mit der Projektleiterin betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka:
"Der nächste Schritt nach der Pilot- und Evaluierungsphase, die auf Grund des Engagements von Ex-Ski-Star Roswitha Stadlober sehr erfolgreich verläuft, muss eine dauerhafte Absicherung dieses wichtigen Projektes zur bedarfsorientierten Förderung von Sportlerinnen und Sportler nach ihrer aktiven Laufbahn sein. Sie verdienen die Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben." Zielsetzung der Beratungs- und Betreuungseinrichtung sei die Karriereplanung und optimale berufliche Eingliederung sowie die Gewährleistung eines optimalen Übergangs vom Spitzensport ins Berufsleben. "Dazu bedarf es einer Beratung zur beruflichen Orientierung schon während der Sportausübung und besonders nach dem Karriere-Ende." *****

Seit einem Jahr "coachen" die ehemalige ÖSV-Slalomläuferin Roswitha Stadlober und die Sozialarbeiterin Christine Helene Seemann, eine ehemalige Geräteturnerin, jene Menschen, die den Sport in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt haben und oftmals auf Berufsausbildung zugunsten von Training und sportlichen Spitzenleistungen verzichtet haben. Das Bundeskanzleramt und das Bildungsministerium unterstützen das zweijährige Pilot-Projekt mit jeweils 30.000 Euro für insgesamt 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Stadlober bezeichnete ihr "KA.DA"-Projekt bei ihrem Gespräch mit Sportstaatssekretär Lopatka als "kleinstes, feinstes und flexibelstes AMS-Projekt in Österreich". "Wir helfen bei der sozialrechtlichen Absicherung, knüpfen Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern, helfen bei der beruflichen Karriereplanung, Qualifizierung und Praktikumsvermittlung."

Der Bedarf für eine Weiterentwicklung dieses Pilot-Projektes sei vorhanden, "das sieht man schon zur Halbzeit", sagte der Sportstaatssekretär. So seien nach noch nicht ganz einem Jahr bereits 56 der 100 möglichen Plätze vergeben. Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes sei das persönliche Coaching. "Die Begleitung jeder/jedes Einzelnen mit dem Ziel nicht nur Bildung oder Qualifikation zu vermitteln, sondern eine volle Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, das zeichnet dieses Pilot-Projekt aus." Die "Karriere.Danach", die durch die Mithilfe von Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein ins Leben gerufen werden konnte, habe verschiedene Problemfelder für ehemalige Sportlerinnen und Sportler zu Tage gebracht. Wie der Sportstaatssekretär betonte, müsse es "möglich sein, dass die Sportlerinnen und Sportler, die auf eine Qualifizierung zugunsten ihres Trainings verzichtet haben und dann nach zehn, fünfzehn Jahren als Späteinsteiger auf den Arbeitsmarkt kommen, entsprechend ihrer erworbenen 'soft skills' eingesetzt werden."

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