- 13.02.2007, 12:28:53
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ÖGB: ArbeitnehmerInnen müssen an der Konjunktur beteiligt werden
Hundstorfer: Aufschwung soll für dauerhafte Konjunktur genutzt werden
Wien (ÖGB) - "Die erfreuliche Momentaufnahme des WIFO muss jetzt
genutzt werden, damit der beginnende Aufschwung in eine dauerhafte
Konjunktur mündet, von der auch die ArbeitnehmerInnen profitieren",
sagt ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer anlässlich der heute
veröffentlichten Schnellschätzung des
Wirtschaftsforschungsinstituts.++++
Mit dem neuen, auf mehr Wirtschaftswachstum und höhere
Beschäftigung ausgerichteten Regierungsprogramm bestehe nach vielen
Jahren erstmals wieder die Möglichkeit, die schlechte
Arbeitsmarktlage in Österreich zu verbessern. Dazu sei es aber nicht
ausreichend, sich nur auf die Prognosen der
Wirtschaftsforschungsinstitute zu verlassen. Denn die Wifo-Prognose
zeige, dass die Konsumnachfrage nicht anspringen wird und dass es
Wirtschaftsbereiche gibt, die keine Anzeichen von Belebung aufzeigen.
"Deshalb müssen jetzt die im neuen Regierungsprogramm für eine
nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktlage vorgesehenen Maßnahmen
energisch und ohne Zeitverlust umgesetzt werden", sagt Hundstorfer.
"Dazu zählen massive Investitionen in die Infrastruktur, in
Forschung, Entwicklung und Innovation sowie in Bildung und eine
vorgezogene Steuerreform für kleine und mittlere Einkommen, um die
Binnennachfrage zu stabilisieren."
Zu den derzeitigen Arbeit suchenden Menschen werden binnen fünf
Jahren nochmals rund 120.000 Menschen dazu kommen, die ebenfalls mit
Arbeit ihren Lebensunterhalt bewerkstelligen müssen: 70.000 aus den
demographischen Veränderungen und weitere 50.000 Menschen, die
infolge der Pensionsreform der alten Regierung erst später in Pension
gehen können werden. "Jetzt ist keine Zeit mehr zu verlieren, jetzt
muss unverzüglich angepackt werden", fordert der ÖGB-Präsident. "Denn
der Null-Defizit-Fetischismus-um-jeden-Preis der vorigen Regierung
hat sich als völlig falscher Ansatz erwiesen, um dem Problem der
hohen Arbeitslosigkeit Herr zu werden."
ÖGB, 13. Februar 2007 Nr. 109
Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Annemarie Kramser
Tel.: (++43-1) 534 44/222 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
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