Belakowitsch-Jenewein: Bartensteinmodell zur "24-Stunden-Pflege" nur für Minister leistbar!

Bundesregierung hat offenbar den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt!

Wien, 13-02-2007 (fpd) - Bundesminister Martin Bartenstein hat offenbar den Ernst der Lage beim Pflegenotstand noch nicht verinnerlicht. Sein vorgeschlagenes "neues Pflegemodell", das eine "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" sicherstellen soll, ist mit den Mitteln "Normalsterblicher" jedenfalls nicht finanzierbar, so heute die Gesundheitssprecherin der FPÖ, NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Wenn Bartenstein die Kosten für den Pflegling, bzw. seine Angehörigen mit Euro3000,- beziffert, dann zeige sich schon alleine daran, wie abgehoben der Herr Minister hier agiert. Wie soll sich ein Pensionist mit einer Durchschnittspension von Euro1037,- diese "Rundum-Pflege" leisten können? Das "Bartenstein-Modell" ist wohl nur für die Superreichen bzw. die Minister in diesem Land finanzierbar! Kein Wunder, daß die ÖVP-Familiensprecherin heute sagt, dass Pflege leistbar bleiben muss und Bartensteins Vorschlag konstruktiv findet. Ihr Politikergehalt wird zur Finanzierung gerade noch ausreichen, so Belakowitsch-Jenewein.

Wenn der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, Erich Fenninger, eine Vermischung von diplomiertem und niederschwelligem Personal fürchtet, ist sein Gedankengang nicht nachvollziehbar! Wo endet Betreuung und wo beginnt die Pflege, Herr Fenninger? Wenn ein Pflegling sieben Tage durchschläft, ist er zu betreuen, was aber, wenn er aber in der achten Nacht doch mehrmals gewickelt und gewaschen werden muß?

Wenn schon "niederschwelliges Personal" eingesetzt werden soll, dann ist eine medizinische Begleitbetreuung durch den Hausarzt unbedingt notwendig. Leider fehlen diese Gedanken im vorliegenden Bartenstein-Entwurf völlig, so Belakowitsch-Jenewein abschließend. (Schluß)

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