"Wer das löscht, hat kein Herz"

AKNÖ warnt vor Charity-Hoaxes

Wien (AKNÖ) - "Wer das löscht, hat kein Herz", so beginnt ein klassisches Charity-Hoax. Unter einem Hoax versteht man eine Falschmeldung, die per E-Mail oder SMS verbreitet wird. Sie ist meist mit einer Bitte um Spenden verknüpft oder warnt vor neuen Gefahren im Internet wie zum Beispiel Viren und enthält die Aufforderung, sie an möglichst viele Personen weiter zu leiten. Die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen raten, derartige Tränendrüsenmails zu löschen und nicht weiterzuleiten.

Eine junge Mutter aus Oberösterreich, deren Baby vermeintlich an einem Gehirntumor leidet, ersucht um Weiterleitung ihres Mails mit den Worten "Wer dies löscht, hat kein Herz." Angeblich bekommt sie von einem Provider 5 Cent für jedes weitergeleitete Mail. Geld, das sie für die notwendige Operation braucht. "Der Inhalt der Nachricht ist schlicht und einfach falsch. In Wirklichkeit handelt es sich hier um einen Kettenbrief, der noch in einigen anderen Versionen existiert. Wir können nur dringend an die Vernunft der Internet-NutzerInnen appellieren, diese Kette zu durchbrechen und auf eine Weiterleitung an die eigenen Verteilerlisten zu verzichten," sagt Michael Dunkl von der Konsumentenberatung der AKNÖ. Besonders perfid ist, dass im Mail für den Namen der jungen Mutter ein echter Name verwendet wird und diese Frau - die gar kein Baby hat - aufgrund des Kettenmails mit Anfragen bombardiert wird. "Dieses Beispiel zeigt auch, wie lange so eine Falschnachricht in Umlauf sein kann. Denn bereits im Jahr 2004 war ein bis auf den Namen gleiches Kettenmail in Umlauf," sagt Konsumentenschützer Michael Dunkl.

Hoax-Datenbank gibt Aufschluss
Wer E-Mails mit Hilfeaufrufen bekommt, kann rasch feststellen, ob es sich um einen Kettenbrief handelt: Auf der Homepage der TU-Berlin hat Frank Ziemann unter der Adresse http://www.hoax-info.de eine umfangreiche Dokumentation derartiger Aufrufe angelegt.
"Die einzig richtige Reaktion auf derartige "Kettenbrief-Attacken" ist, die Absenderin oder den Absender darüber zu informieren und das E-Mail zu löschen" sagt Dunkl. Wer wirklich helfen will, kann dies bei einer der mit dem Spendengütesiegel ausgestatten Hilfsorganisationen tun. Die Liste der Organisationen, die über diese Auszeichnung verfügen, kann unter www.osgs.at abgerufen werden.

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AKNÖ Konsumentenberatung
Michael Dunkl
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