EU-Energiepaket: Nur eine wettbewerbsfähige Industrie kann Klimaschutz voran bringen!

Investitions- und Innovationskraft der Betriebe muss gestärkt werden - Papierindustrie reduziert Treibhausgase durch Biobrennstoffe und Energieeffizienz

Wien (PWK090) - "Der Klimawandel erfordert engagiertes und überlegtes Handeln. Das von der Europäischen Kommission im Energiepaket vorgeschlagene Ziel zur Reduktion der Treibhausgase ist sehr ambitioniert - es gewinnt aber nur dann wirklich an Wert, wenn die EU durch ihre Vorreiterrolle breites globales Engagement für den Klimaschutz auslösen kann. Bleibt Europa mit seinem hohen Reduktionsziel in der Post-Kyoto-Klimapolitik alleine und gelingt es nicht, andere große Emittenten wie die USA und China einzubinden, nimmt nicht nur das Weltklima Schaden, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit vieler Industriebetriebe. Verschärfungen für Österreich im internationalen Standortwettbewerb durch überzogene einseitige europäische Verpflichtungen müssen vermieden werden. Nur wenn unsere Betriebe nachhaltig wettbewerbsfähig bleiben und in ihrer Investitions- und Innovationskraft gestärkt werden, können sie auch weiterhin Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Emissionsminderung setzen und dadurch erfolgreich dem Klimawandel entgegenwirken", betonten Oliver Dworak, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie Austropapier, und Julia Löwenstein, Austropapier-Energieexpertin, anlässlich der Präsentation der neuen europäischen Energiepolitik durch EU-Kommissar Piebalgs und Wirtschaftsminister Bartenstein in Wien.

Die österreichische Zellstoff- und Papierindustrie leistet bereits heute durch höchste Energieeffizienz ihrer Anlagen, steigende Nutzung von Biobrennstoffen wie Lauge und Holzreststoffen und breiten Einsatz hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie durch die CO2-Bindung in den erneuerbaren Rohstoffen Holz und Altpapier wertvolle Beiträge zum Klimaschutz. "Unsere Branche hat das Ziel von 45% erneuerbaren Energie-trägern am Gesamtenergieverbrauch bereits heute erreicht. Das muss anerkannt werden. Die Diskriminierung unserer Betriebe durch die einseitige Biomasse-Förderpolitik stellt einen enormen Standortnachteil dar, der im Sinne einer konsequenten Nutzung aller Klimaschutz-Potenziale rasch korrigiert werden muss", forderten Dworak und Löwenstein abschließend.(US)

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