Hausbau: Moderne Keller erfüllen Wohnträume

Keller erhöht kostengünstig die Nutzungsmöglichkeiten und steigert den Immobilienwert eines Einfamilienhauses

Wien (OTS) - Erst ein moderner Keller macht den Unterschied
zwischen Haus und Wohnung und erweitert die Nutzungsmöglichleiten eines Einfamilienhauses, ohne hohe zusätzliche Kosten zu verursachen. Eine aktuelle Studie der deutschen Landesbausparkassen zeigt, dass die Wohnfläche pro Kopf, die derzeit bei 46 Quadratmetern liegt, bis 2030 um gut 20 Prozent auf 56 Quadratmeter wachsen wird. Hauptfaktoren für diesen Trend sind aus Sicht von Experten - neben dem Trend zu kleineren Haushalten, die aber dennoch größere Wohnflächen bevorzugen - auch soziologische Entwicklungen wie beispielsweise die neuen Formen familiären Zusammenlebens. Keller erweitern die Nutzfläche eines Einfamilienhauses bis zu 35 Prozent, wobei diese Flächen nicht mehr nur als Lagerräume genützt werden, sondern zunehmend höheren Ansprüchen genügen müssen. Typische Nutzungsformen sind Fitnessräume, Home Offices oder Räumlichkeiten für unerwartete Gäste.

Zusätzlicher Bedarf nach Kellerräumlichkeiten entsteht auch durch den verstärkten Einsatz moderner Heizanlagen mit leistungsfähigen Wärmespeichern und Wärmepumpenanlagen, technischen Anlagen für kontrollierte Wohnraumlüftung, sowie erneuerbare Energieformen, wie beispielsweise Holzpellets. Sie benötigen große und feuchtigkeitssichere Lagerräume. "Der Keller wird daher immer stärker zu einer Voraussetzung für eine zukunftssichere Haustechnik", erklärt der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, DI Felix Friembichler, "Der Einsatz derartiger Systeme scheitert in Häusern ohne Keller häufig daran, dass einfach der Platz fehlt, um die Technik und die Brennstoffe unterzubringen. Keller sind daher eine wichtige Grundlage zur Sicherung der Energiezukunft."

Sichere Basis mit guter Dämmung für moderne Häuser

Keller werden normalerweise in massiver Bauweise aus Beton, Stahlbeton oder Betonschalsteinen errichtet, damit ist eine optimale Standfestigkeit garantiert. Die hohe Masse dieser Bauteile wirkt auch ausgleichend auf das gesamte Temperaturniveau in einem Haus, wenn Wärmeverluste über den Keller vermieden werden. Eine gute Isolierung bringt schließlich die Vorteile der massiven Bauweise voll zum Tragen, die den Keller zur zukunftssicheren Basis für moderne Häuser macht. Die wirtschaftlich optimale Dämmstärke liegt bei massiven Außenwänden derzeit bei bis zu 14 cm.

Künftige Nutzung entscheidet über Kellerplanung

Unabhängig von der Außendämmung und der selbstverständlichen Feuchtigkeitsisolierung muss bei der Planung von Kellern auch die künftige Nutzung beachtet werden. Rechnerische Simulationen zeigen, welche Maßnahmen notwendig sind, um die richtige Dämmstoffdicke zu errechnen. Ein Massivhaus mit 132 Quadratmeter Wohnfläche braucht beispielsweise 3384 kWh Heizenergie pro Jahr, inklusive Keller beträgt der Heizwärmebedarf 3525 kWh. Der Energiemehrverbrauch durch einen richtig gedämmten Keller ist somit gegenüber dem gesamten Energiebedarf des Hauses verschwindend gering. Das ergab eine aktuelle Studie zum thermischen Raumklima, die von der TU Darmstadt erstellt wurde. Werden Keller nicht beheizt, sollte die Kellerdecke mit einer bis zu 16 cm starken Dämmschicht versehen werden. Die künftige Nutzung ist daher entscheidend für die Dimensionierung der Dämmung. Experten können anhand dieser Vorgaben eine optimale Konstruktion ermitteln. Auch die früher gefürchtete Feuchtigkeit wegen hoher Grundwasserpegel ist heute technisch im Griff: Ein Keller aus Beton mit erhöhtem Wasserwiderstand und mit fachgerechten Fugendichtungen ist selbst bei hohem Grundwasserstand für Jahrzehnte garantiert dicht. Friembichler: "Beton-Innovationen und moderne zeitsparende Bauweisen mit Fertigteilen oder moderner Schalungstechnik haben aus dem Keller wertvolle nutzbare Flächen gemacht, die den Wert eines Hauses dauerhaft steigern.

Nachhaltige Steigerung des Immobilienwerts

Jedes Haus braucht ein Fundament und eine Bodenplatte. Die Mehrkosten eines Kellers gegenüber dieser ohnehin notwendigen Fundierung eines Hauses betragen im Schnitt je nach Ausführungsqualität und Größe etwa 15.000 Euro. Damit betragen die durchschnittlichen Mehrkosten pro Quadratmeter Keller etwa 150 Euro gegenüber etwa 750 Euro bei Wohnflächen, steigern aber den Wiederverkaufswert eines Hauses deutlich. Eine deutsche Marktstudie bei Immobilienmaklern ergab, dass Häuser mit Keller im Schnitt um acht bis zehn Prozent höher bewertet werden als Häuser ohne Keller. Die Wertentwicklung von Häusern mit Keller ist zudem auf längere Frist deutlich günstiger als jene von nicht unterkellerten Häusern. Friembichler: "Wer ein Einfamilienhaus kauft, will eine kompakte Immobilie, die flexibel in der Nutzung ist - und das inkludiert eben einen Keller. Häuser mit Keller haben daher einen deutlichen Marktvorteil gegenüber nicht unterkellerten Objekten."

Kellerbau muss vor Hausplanung entschieden werden

Weil ein Keller viele Funktionen in einem modernen Haus übernimmt, muss die Entscheidung über den Keller noch vor der Planung der Wohnflächen gefällt werden. Friembichler: "Ein Haus mit Keller hat einen anderen Grundriss als ein Haus ohne Keller. So können in den Wohnbereichen Flächen eingespart werden, in denen Hausanschlüsse, Heizung oder andere moderne Haustechnik, Waschmaschine oder Trockner untergebracht werden können. Für diese Ausweichflächen müssten sonst mindestens vier Quadratmeter geopfert werden. Der Keller bietet dagegen jene Flächen die aus einem Haus erst ein Haus machen. "Zum Haus-Feeling gehören einfach die zusätzlichen Nebenräume", so Friembichler. Über achtzig Prozent befragter Bauherren nutzen ihren Keller für Hobby, Spiel, Werkstatt oder für den privaten Weinkeller. Bereits dreißig Prozent benötigen im Untergeschoss Platz für eine alternative Haustechnik.

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