Abfertigung Neu weiter auf Erfolgskurs

Mitarbeitervorsorgekassen veranlagen vier Jahre nach Start bereits die Abfertigungsgelder von mehr als jedem zweiten Arbeitnehmer. Performance 2006: 3,58 Prozent

Wien (PWK086) - Auch im vierten Jahr seit bestehen der Mitarbeitervorsorgekassen setzt sich die Erfolgsgeschichte fort. Die zu Beginn der Einführung der Abfertigung Neu ursprünglich von den Sozialpartnern gesetzten Ziele konnten die Mitarbeitervorsorgekassen bei weitem übertreffen.

Vor allem beim verwalteten Vermögen zeigt sich die dynamische Entwicklung der Abfertigung Neu: Die Mitarbeitervorsorgekassen veranlagen bereits mehr als 1,1 Mrd. EUR für die berechtigten Arbeitnehmer im System der Abfertigung Neu. Gegenüber 2005 (696 Mio. EUR) entspricht das einer Steigerung um fast das Doppelte.

Über 2 Mio. Arbeitnehmer haben bislang Anwartschaftszeiten in der Abfertigung Neu erworben, womit bereits mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer einer Mitarbeitervorsorgekasse angehören.

2006 hat sich die Zahl der Beitrittsverträge auf 298.895 (2005:
233.545) erhöht. Ein großer Schritt vorwärts für die breite Marktdurchdringung der "Abfertigung Neu" war dabei das durch den Gesetzgeber gestartete Zuweisungsverfahren. Im Zuge dessen bekamen Unternehmen eine Mitarbeitervorsorgekasse zugeteilt, wenn sie für ihre Mitarbeiter oder Gruppen ihrer Mitarbeiter noch keine ausgewählt hatten. Davon profitieren Unternehmen wie Mitarbeiter.

Die dabei im Jahr 2006 erzielte Performance betrug bei den Mitarbeitervorsorgekassen im Durchschnitt 3,58 Prozent. Seit Bestehen haben die Mitarbeitervorsorgekassen rund 4,5 Prozent Ertrag erzielt. Diese Performance ist mehr als nur herzeigbar, vor allem wenn man bedenkt, dass mit Bundesanleihen (API I) nur 0,07 Prozent erzielbar waren. Von diesem Ertrag profitieren auch die Arbeitnehmer, deren Abfertigung sich im Unterschied zur alten Abfertigungsregelung während der Laufzeit erhöht. Es wird daher empfohlen, die Abfertigungsansprüche nicht sofort bei der ersten Gelegenheit auszahlen zu lassen, sondern von der professionellen Veranlagung und der Kapitalgarantie zu profitieren.

Die Mitarbeitervorsorgekassen fordern von der Bundesregierung eine neue Regelung zur Steigerung der Veranlagungsdauer. "Denn wenn die absehbare Veranlagungsdauer gesteigert wird, dann sind noch höhere Renditen möglich", sagt Andreas Csurda, Vorsitzender der Plattform Mitarbeitervorsorgekassen. Eine bessere Performance sei im Wesentlichen durch eine höhere Aktienquote erzielt worden, die wiederum von der durch das erwartete Entnahmeverhalten beeinflussten Veranlagungsdauer abhängt. Allein im Jahr 2006 ist ein Vermögen von über 23 Mio. EUR ausbezahlt worden - "solche Auszahlungen in einer derart beträchtlichen Höhe sind derzeit nicht planbar. Außerdem hätte man mit diesem Kapital in Zukunft hohe Zinsen und Zinseszinsen für die Arbeitnehmer erwirtschaften können", so Csurda weiter. "Die Entwicklung von Abfertigungen kann nur langfristig bewertet werden", so Csurda.

Die Abfertigung Neu bietet sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern erhebliche Vorteile. Mit dem gesetzlich verankerten Beitragssatz werden unvorhersehbare massive finanzielle Belastungen der Betriebe vermieden. Den Arbeitnehmern wiederum bleiben ihre Ansprüche auch bei Selbstkündigung erhalten. Die Übertragung der Altabfertigungsansprüche in eine Mitarbeitervorsorgekassen ist jederzeit problemlos möglich und wird in zwei verschiedenen Übertragungsstufen (Voll- oder Teilübertritt) angeboten. (Ne)

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