OECD-Studie zum Bildungssystem: Niederwieser sieht Bestätigung für Regierungsprojekt Staatsreform

Wien (SK) - Die aktuelle OECD-Studie über die Effizienz der öffentlichen Ausgaben für das Schulsystem sieht SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser als Bestätigung, wie wichtig das Drängen der SPÖ auf eine große Staatsreform, die auch die Schulverwaltung mit einschließt, war. In den letzten Jahren unter Schwarz-Blau-Orange sei trotz zahlreicher Vorschläge der SPÖ hier leider nichts geschehen, so der SPÖ-Bildungssprecher. Laut der OECD-Studie schneidet Österreich besonders bei der effizienten Aufgabenverteilung zwischen einzelnen Gebietskörperschaften im Bildungswesen im OECD-Vergleich schlecht ab. ****

Niederwieser betonte einleitend aber auch seine Skepsis gegenüber der generellen Ausrichtung dieser Studie. "Wiewohl die Wirtschaftlichkeit des Bildungssystems wichtig ist, so kann das wohl nicht das zentrale Kriterium für Schule sein. Diese OECD-Studie orientiert sich v.a. an wirtschaftlicher Effizienz - man kann aber Schule nicht wie einen Konzern mit Filialen führen", so der SPÖ-Bildungssprecher.

Nichtsdestotrotz zeige die Untersuchung, wie notwendig die unter der neuen, SPÖ-geführten Regierung vereinbarte große Staats- und Verwaltungsreform auch für den Bildungsbereich ist. Zum einen müsse es zu einer Zusammenfassung von Kompetenzen (Landes- und Bundeskompetenzen) auf Ebene der Bundesländer und Bezirke kommen, wobei kleine Bezirke auch zu größeren Bildungsregionen zusammengefasst werden können. Die Rolle des Bundes sollte auf Themen wie Ressourcenverteilung, einheitliches Dienstrecht, Qualitätssicherung, Rahmenlehrpläne und internationale Einbindung konzentriert werden. Und drittens gelte es die Autonomie der Schulen zu stärken; ein Teil der Verwaltung könne dort passieren. Für Niederwieser ist es auch wichtig, eine neue Qualität der Zusammenarbeit bei der Planung zu erreichen. Ein Beispiel: "Die Schulstandortplanung in einem Randbezirk Wiens kann nur sinnvoll erfolgen, wenn man angrenzende niederösterreichische Bezirke mit einbezieht", so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah

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