Fekter: Gesamtbetriebskostendifferenz zwischen Eurofighter und Gripen lediglich vier bis sechs Prozent!

ÖVP-Fraktionsvorsitzende: Eurofighter war nachhaltige Entscheidung

Wien (ÖVP-PK) - Die Gesamtbetriebskostendifferenz zwischen den Anbietern Eurofighter und Saab Gripen beträgt lediglich vier bis sechs Prozent. Das haben die höchst interessanten Aussagen zu den Betriebskosten des Eurofighter ergeben, die der Vertreter von EADS, Dr. Klaus-Dieter Bergner, in der heutigen Ausschusssitzung getroffen hat, so die Fraktionsvorsitzender der ÖVP im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, Abg. Dr. Maria Fekter, heute, Montag, am Rande der Ausschuss-Sitzung. ****

Nach den Aussagen Bergners sind gemäß der Aufschlüsselung der Betriebskostenbestandteile die größten Komponenten für alle Flugzeuge ähnlich: Infrastruktur wie Flughafen, Tower, Hangar, Winterdienst, usw. sind bei allen Typen gleichermaßen notwendig. Ebenso wie die Kosten für das Personal - für Techniker, Flugsicherung, Piloten und Bodenpersonal.

Fekter: "Interessant ist vor allem, dass bei Wartung und Instandsetzung die Kosten für den Eurofighter wegen der neuen Technologien (Kohlefaser, Glasfaser) deutlich geringer sind als bei den anderen Fliegern, weil weitgehend wartungsfrei. Die Instandsetzungskosten sind zudem erheblich davon abhängig, ob sie durch Subunternehmen, Kooperationspartnern oder in Eigenwartung durchgeführt werden."

Bergner habe weiters berichtet, dass sich die Gemeinkosten bei allen Flugzeugtypen ähneln. Größere Unterschiede ergeben sich lediglich bei Betriebsstoffen, Geräteeinsatz und Material. Durch zwei Triebwerke ist der Eurofighter im Spritverbrauch teurer: um etwa sechs bis acht Prozent, wie Bergner aufgrund gesicherter Erfahrungswerte darlegen konnte.

Damit ist für Fekter klar dass von den durch die Opposition immer wieder kolportierten doppelt so hohen Betriebskosten für die Eurofighter keine Rede mehr ist. "Interessant sind auch Bergners Feststellungen, wonach für Österreich insbesondere durch den Einsatz veralterter Flugzeuge wie den Draken hohe Kosten für den Betrieb entstehen. So mussten etwa für die Lebensdauerverlängerung von zwei Jahren zusätzlich zu den laufenden Betriebskosten 80 Millionen Euro veranschlagt werden.

Die Gesamtbetriebskostendifferenz zwischen Eurofighter und Saab Gripen liegt in etwa bei vier bis sechs Prozent. "Bergner war verwundert über die in den österreichischen Medien kolportierten Zahlen. Bezüglich der Betriebskosten kamen von Bergner die bisher aussagekräftigsten Informationen", berichtete Fekter.

"Im Hinblick auf den weiteren Betrieb hat Österreich ein Logistikpaket erhalten, wonach wir in die technologische Entwicklung eingebunden sind, wodurch sich die Lebenszykluskosten geringer darstellen als bei den Mitbewerbern. Diese hätten immer schubweise aufgerüstet werden müssen", schloss Fekter.
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