Nur mehr digitales Antennenfernsehen vom Pfänder

Endgültige Umstellung auf DVB-T am 5. März 2007 in Bregenz und Umgebung

Wien (OTS) - Am 5. März 2007 startet die endgültige Umstellung auf DVB-T: In Vorarlberg findet mit der Sendeanlage Pfänder in Bregenz nach viereinhalb Monaten Analog-Digital-Parallel-Betrieb die erste Analog-Abschaltung statt. ORF 1, ORF 2 und ATV können ab dann nur mehr digital über Antenne empfangen werden.

Österreich ist am 26. Oktober mit dem digitalen Antennenfernsehen in eine neue Fernseh-Ära gestartet. "Seit dem Nationalfeiertag werden Wien sowie die übrigen Landeshauptstädte und deren Umgebung mit digitalen Signalen von ORF 1, ORF 2 und ATV versorgt," sagt Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der Digitales Fernsehen Förder GmbH. "Nun wird mit dem Pfänder die erste Sendeanlage vom Parallelbetrieb auf reine DVB-T Übertragung umgerüstet."

Laufbänder zeigen, wer betroffen ist

Ab 13. Februar 2007 werden in den Programmen ORF1, ORF2 und ATV Laufbänder eingeblendet, die auf die finale Umstellung in Vorarlberg hinweisen. Jeder TV-Zuseher, der diese Laufbänder empfängt, muss bis 5. März 2007 seine Empfangsgeräte um- bzw. aufrüsten.

"Diese Laufbänder stellen sicher, dass wir die TV-Zuseher, die die analogen Signale vom Pfänder empfangen, punktgenau erreichen," erklärt Michael Wagenhofer. "Wer das Laufband auf seinem TV-Gerät sieht, erkennt auf einen Blick, dass er bis zum 5. März 2007 etwas tun muss. Zuseher, die das Laufband nicht empfangen, können sich zurücklehnen und weiterhin wie gewohnt fernsehen."

Die Laufbänder sind täglich ab drei Wochen vor der endgültigen Umstellung zu den Hauptsendezeiten zwischen 17.00 und 22.30 Uhr in ORF 1, ORF 2 und ATV zu sehen. Die Frequenz der Laufbänder steigert sich zum Abschalttermin.

"Antennenhaushalte" müssen umrüsten

Von der Umstellung auf das digitale Antennenfernsehen sind alle TV Zuseher betroffen, die ORF1, ORF2 und ATV über Antenne empfangen. Darunter fallen auch jene Konsumenten, die über Analog-SAT fernsehen, da auch sie die österreichischen Programme über Antenne empfangen. Nicht betroffen sind Haushalte, die via Kabel oder Digital-SAT mit grüner ORF Smartcard fernsehen.

Konsumenten, die Zweit- und Drittgeräte in Verwendung haben, müssen darauf achten, dass auch diese für digitalen Empfang gerüstet sind, also entweder DVB-T oder Kabel bzw. Digital-SAT Empfang haben.

Mit DVB-T Box fit für die digitalen Signale

TV-Konsumenten haben verschiedene Möglichkeiten, um DVB-T zu empfangen. Bestehende TV-Geräte können mit einer DVB-T Box aufgerüstet werden. Neue Fernsehgeräte haben mitunter DVB-T Empfänger bereits integriert.

Beim Erwerb eines DVB-T Endgerätes sollten Konsumenten auf die DVB-T Prüfzeichen achten. Geräte mit farbigen DVB-T Prüfzeichen ermöglichen den Empfang der multimedialen Zusatzdienste, mhp MultiText. Handel und Fachhandel beraten beim Umstieg und bei der Auswahl des geeigneten Endgeräts.

Spezielle Förderung für "Harte Umsteiger"

In Randbereichen der Erstversorgungsgebiete, so auch im Versorgungsgebiet des Pfänders, wird das digitale Signal erst mit der Abschaltung der analogen Frequenzen verfügbar. In diesen Gebieten werden die Haushalte in der Parallelphase nicht mit DVB-T versorgt sondern erst nach dem Analog-Turn-Off.

In Vorarlberg sind Bewohner der Gemeinden Feldkirch, Rankweil, Alberschwende, Schwarzenberg/Bregenzerwald, Mellau, Schnepfau, Schröcken, Langen bei Bregenz, Doren, Sulzberg, Hittisau und Riezlern im Kleinwalsertal vom "harten Umstieg" betroffen. Allerdings sind in diesen Gemeinden nicht alle Bürgerinnen und Bürger betroffen, da in diesen Gemeinden oftmals auch der Empfang von anderen Sendeanlagen, die weiterhin analog übertragen, möglich ist. Wer sein Signal vom Pfänder empfängt und daher umrüsten muss, erkennt dies am DVB-T Laufband.

Für diese betroffenen Haushalte wird es eine spezielle Förderung geben. Sie erhalten rund drei Wochen vor der Analog-Abschaltung einen Gutschein über EUR 40 zugeschickt. Die Gutscheine sind bis zwei Wochen nach dem Abschalttermin beim registrierten Handel einlösbar.

Ein Bild des Laufbands können Sie vom Pressebereich der DVB-T Website downloaden:
http://www.dvb-t.at/presse/pressematerialien.html

Über die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS)

Die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) zeichnet für Aufbau und Betrieb der technischen Infrastruktur für DVB-T in Österreich verantwortlich. Das Unternehmen entstand Anfang 2005 aus der Sendetechnik des ORF und steht zu 60% im Eigentum des ORF und zu 40% im Eigentum der zur Raiffeisen-Gruppe zählenden Medicur Sendeanlagen GmbH. Als Österreichs führendes Serviceunternehmen für analoge und digitale Rundfunkübertragung betreibt die ORS für ihre Kunden ein weitläufiges Sendernetz an knapp 500 Standorten. Weiters ist die ORS als technisches Dienstleistungsunternehmen im Bereich digitales Satellitenfernsehen tätig. Zu den Kunden der ORS zählen führende Unternehmen aus den Bereichen Fernsehen (z.B. ORF, ATVplus, goTV, easyTV, Arena), Hörfunk (z.B. Ö1, Ö2, Ö3, Kronehit Radio), Mobilfunk (z.B. mobilkom austria, ONE, tele.ring) oder Energie (z.B. EVN).

Über die Digitales Fernsehen Förder GmbH (DFFG)

Die Digitales Fernsehen Förder GmbH (DFFG) ist eine 100%-Tochter der ORS (Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG). Primärer Geschäftszweck der DFFG ist die Förderung der Einführung von digitalem Antennenfernsehen (DVB-T) in Österreich. Die Gründung der DFFG und deren Beauftragung mit der Fördergeld-Abwicklung einschließlich der diesbezüglichen Kommunikation und der Endgerätezertifizierung erfolgte insbesondere aus Gründen der finanziellen Transparenz. Durch die gesellschaftsrechtliche Trennung zwischen dem Plattformbetreiber ORS und der DFFG ist sichergestellt, dass sämtliche Kosten und Erträge eindeutig dem bei der RTR eingebrachten DVB-T Förderprojekt zugeordnet werden können. Die DFFG strebt ein ausgeglichenes Ergebnis an und ist damit nicht auf Gewinn ausgerichtet. Die Finanzierung der DFFG erfolgt aus Mitteln der ORS, des Digitalisierungsfonds der RTR und aus Mitteln weiterer Projektpartner (ORF, ATV, Industrie).

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