Grüne: NÖ soll bei der Wohnbauförderung wieder Vorreiterrolle einnehmen

Kerschbaum: "Landeshauptmann Pröll muss halten, was Bundesminister Pröll verspricht"

St. Pölten (Grüne) - "Klimaschutz im Wohnbau wird eine leere Worthülse des Umweltministers bleiben, wenn die Länder nicht aktiv werden," so die Grüne Bundesrätin Elisabeth Kerschbaum. Niederösterreich bekommt vom Bund fast 4 mal (!) so viel Geld für die Wohnbauförderung wie Vorarlberg. Kerschbaum: "Würde bei uns das Geld so effizient eingesetzt wie in Vorarlberg, könnte für den Klimaschutz viel mehr herausgeholt werden." Doch dazu bedarf es in Niederösterreich einer Anpassung der Bauordnung an den neuesten Stand der Technik - und einer Überarbeitung der neuen Wohnbauförderung. "Passivhaus - statt passiv zusehen, wie wir das Kioto-Ziel verfehlen", fordern die Grünen daher von der NÖ Landesregierung.

Bei Neubauten will die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern Niedrigenergie- und Passivhaus-Standards forcieren -verspricht BM Pröll im ÖVP/SPÖ Regierungsprogramm. In Vorarlberg gibt es ab 2007 Wohnbauförderung für mehrgeschossige Bauten nur noch, wenn sie Passivhausstandard erreichen. Niederösterreich rühmt sich zwar auf Plakaten seiner umweltfreundlichen Wohnbauförderung - die Förderung des Passivhausstandards lässt aber zu wünschen übrig.

Auch die im Regierungsprogramm angekündigte Steigerung der Sanierungsrate im Wohnbau um die Sanierung sämtlicher Nachkriegsbauten (1950 - 1980) bis 2020 zu ermöglichen, braucht die Unterstützung der Länder. Bisher konzentriert sich die NÖ Wohnbauförderung auf den Neubau - im Sanierungsbereich bleiben die Mittel seit Jahren etwa gleich. Bundesweit sind noch nicht einmal einheitliche Energiekennzahlen definiert, geschweige denn, einheitliche Sanierungsstandards!

Rückfragen & Kontakt:

Presse - Grüner Klub im NÖ Landtag +432742/9005-16703 - landtag@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRN0001