Rechte für Handelsangestellte ausbauen und sichern

GPA-DJP: Petitionsübergabe an Nationalratspräsidentin im Parlament

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Tausende Handelsangestellte haben in den vergangenen Tagen eine Petition für die Berücksichtigung ihrer Anliegen bei der kommenden Novelle des Öffnungszeitengesetzes unterzeichnet. Als Reaktion auf die Absicht des Handelsverbandes, eine neuerliche Öffnungszeitendebatte zu inszenieren, fordern die Angestellten, dass eine Änderung der Öffnungszeiten erst dann vorgenommen wird, wenn ihre Anliegen bei der Gesetzesnovelle und durch den Kollektivvertrag abgesichert sind.++++

Die von BetriebsrätInnen in den Handelsunternehmen organisierte Aktion stieß in den Betrieben auf so großes Echo, dass ohne großen Aufwand mehr als 5.000 Angestellte in nur wenigen Tagen die Petition an den Nationalrat unterschrieben haben.

Der Nationalrat wird in dieser 'Beschäftigtenpetition' aufgefordert, eine Änderung der Öffnungszeiten erst dann vorzunehmen, wenn die Absicht der Bundesregierung und der Sozialpartner nach gesetzlicher Einführung eines Mehrarbeitszuschlages für Teilzeitbeschäftigte umgesetzt ist und die Sozialpartner im Kollektivvertrag die notwendigen Rahmenbedingungen vereinbart haben.

Abermals wird gefordert, dass der Sonntag grundsätzlich arbeitsfrei bleibt und auch hinkünftig nicht zum "Regelarbeitstag" werden darf.

Weitere Forderungspunkte betreffen das mangelnde öffentliche Verkehrsangebot und unbedingt notwendige Verbesserungen bei der Kinderbetreuung. Hier werden konkrete Maßnahmen von den Verantwortlichen der Verkehrsunternehmen und der Gebietskörperschaften gefordert.

"Wir stellen uns hinter den klaren Auftrag der Angestellten und fordern die Wirtschaftskammer auf, mit uns die notwendigen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen wie z.B. die längst fällige Verankerung der Viereinhalb-Tage-Woche und die Verpflichtung der zusammenhängenden Arbeitszeiteinteilung zu verhandeln. Wir können uns Veränderungen durchaus vorstellen, wenn die Rahmenbedingungen auf kollektivvertraglicher Ebene stimmen", so Felix Hinterwirth, Vorsitzender des Wirtschaftsbereiches Handel in der GPA-DJP und Initiator der Petition.

"Daneben sollte man bei dieser Gelegenheit auch die Frage der Einkaufsevents auf Basis unserer Vorschläge einer Regelung zuführen, um den bundesweiten Wildwuchs 'in geordnete Bahnen' zu bringen und für die Betroffenen überschaubar zu gestalten", so Hinterwirth abschließend.

ÖGB, 12. Februar 2007 Nr. 104

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