Weinzinger: Abenteuerliches Frauenbild des neuen ORF-Chefredakteurs Amon

Grüne: Frauen im ORF laut Amon offenbar zu "Null-Prozent" für Führungspositionen geeignet

Wien (Grüne) - "Beim Lesen dieses Interviews bleibt einem fast die Spucke weg: Es fällt schwer zu glauben, das im Jahr 2007 eine der zentralen Führungspersonen im ORF derartige Ansichten vertritt. Das Frauenbild des neuen ORF-Fernseh-Chefredakteurs Karl Amon in diesem Interview ist abenteuerlich", übt die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, Kritik an dessen Aussagen im Nachrichtenmagazin "profil". "Laut profil will Amon - angesprochen auf den katastrophal niedrig Frauenanteil in ORF-Führungspositionen - förderungswillige Frauen nicht überfordern. Er müsse schauen, dass sich diese nicht zu schnell entwickeln. Man könne nicht jemanden von Null auf Hundert bringen. Offenbar ist Amon im Ernst der Ansicht, dass Frauen im ORF derzeit zu ‚Null-Prozent’ für Führungsfunktionen geeignet sind. Amons Aussagen sind beschämend und eine Beleidigung für alle Frauen, nicht nur im ORF", so.

"Entlarvend und bezeichnend ist auch der Vorwurf der ‚Verhaberung’ an eine ORF-Redakteurin. Was Männern als gute Kontakte angerechnet wird, ist bei Frauen für Amon offenbar Anlass, sie in eine ‚Schutzzone außerhalb der Politik’ zu versetzen", kritisiert Weinzinger.

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