Plassnik: "Mazedoniens Weg in die europäische Familie unterstützen"

Außenministerin Plassnik trifft mazedonischen Amtskollegen Milososki

Wien (OTS) - Wien, 9. Februar 2007 - "Mazedonien hat - bestärkt durch die Verleihung des EU-Beitrittskandidatenstatus im Dezember 2005 - wichtige Fortschritte auf seinem Weg nach Europa gemacht. Das bestätigte auch die Europäische Kommission im Rahmen ihres Fortschrittsberichtes vom 8. November 2006. Die Dynamik dieser positiven Entwicklung muss beibehalten werden", sagte Außenministerin Ursula Plassnik nach dem Gespräch mit ihrem mazedonischen Amtskollegen Antonio Milososki. Dieser sei ein Vertreter der jungen Generation im Lande, die sich voll und ganz dem EU-Annäherungsprozess verschrieben habe.

"Mazedonien ist ein Teil der europäischen Familie. Die mazedonische Regierung ist sich aber bewusst, dass sie noch Hausaufgaben machen muss: gerade in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Ausbau der staatlichen Verwaltung, Justizreformen und Rechtsstaatlichkeit. Wir unterstützen die politischen und wirtschaftlichen Anstrengungen Mazedoniens politisch aber auch durch ganz konkrete Projekte und Initiativen", betonte Plassnik und nannte die Salzburger Erklärung vom März 2006, die die Beitrittsperspektive der Balkanländer fest verankerte. Weiters erklärte die Außenministerin: "Bei vielen Menschen - und vor allem unter Jugendlichen - herrscht ein Gefühl zunehmender Isolation. Ich verstehe diese Frustration und wir wollen ihr entgegenwirken: Deshalb habe ich mich für eine rasche Eröffnung von Verhandlungen über ein Visa-Erleichterungsabkommen eingesetzt. Darin sehe ich einen wichtigen Beitrag, um der jüngeren Generation die Chance zu geben, Europa unmittelbar zu erfahren", zeigte sich Plassnik von den Vorteilen entsprechender Maßnahmen überzeugt. Außenministerin Plassnik sagte weiters: "Wir brauchen eine konkrete Ausschilderung, eine Art "Road Map", die die einzelnen Etappen Richtung Visa-Liberalisierung vorzeichnet und konkrete Richtwerte für Bereiche wie Dokumentensicherheit oder Grenzschutz festlegt".

Die Außenministerin stellte auch einen klaren Zusammenhang zwischen dem steigenden Interesse ausländischer Investoren und den Erfolgen Mazedoniens im EU-Annäherungsprozess her. "Das Engagement renommierter heimischer Unternehmen in Mazedonien ist ein guter Barometer dafür, wie groß das Interesse Österreichs in der Region ist. Die jüngste Vergabe der Mobilfunkkonzession an die Mobilkom Austria ist ein deutlicher Beweis dafür. Ich hoffe, dass die mazedonische Regierung auch in Zukunft ein investitionsfreundliches Klima fördern wird", erklärte Plassnik. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen trage zu höherem Wirtschaftswachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei. "Nur so kann Wohlstand für die Menschen im Land nachhaltig gesichert werden. Und Wohlstand ist wiederum eine wichtige Grundlage für Stabilität", so die Außenministerin.

Plassnik erinnerte an das bevorstehende Treffen mit Milososki im Rahmen des jährlichen Westbalkanforums, das die EU-Außenminister mit ihren Amtskollegen der Region zusammenbringe. "Ich begrüße diese Initiative der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Sie zeigt, dass die Region weiterhin ganz oben auf der europäischen Agenda steht und bekräftigt unser Ziel eines geeinten Europas", so die Außenministerin abschließend.

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