FPÖ warnt: Immer höhere Giftmengen in Lebensmitteln zugelassen

Hofer: "Die Grenzwerte für Spritzmittelrückstände in Nahrungsmitteln werden von der EU laufend erhöht, statt gesenkt"

Wien (OTS) - Waren es vor einem knappen Jahrzehnt noch 40 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben, sind heute in nahezu 60 Prozent der getesteten Frischwaren Pestizid-Rückstände nachzuweisen. Darunter auch Spuren von in Europa längst verbotenen Spritzmitteln.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Als besonders stark belastet erweisen sich Obst und Gemüse aus Spanien und Nordafrika, aber auch aus der Türkei und Italien. Ob Trauben, Tomaten oder Paprika, es lassen sich vielfach Schadstoffkonzentrationen nachweisen, die -besonders für Kinder - den Konsum auch nur geringer Mengen als gesundheitlich bedenklich erscheinen lassen."

Ursache der keineswegs neuen Problematik ist das zynische Vorgehen der verantwortlichen EU-Behörden. Obgleich immer mehr im Süden Europas, in der Türkei und Afrika zur Anwendung kommende agrochemische Spritzmittel auf der Liste krankheitsverursachender, ja häufig krebserregender Chemikalien zu finden sind, wird deren Verwendung stetig erleichtert.

Hofer: "Seit 2001 wurden die Grenzwerte von über dreißig besonders gefährlichen Spritzmitteln um das zehn- bis hundertfache erhöht. Alleine im Jahr 2003 hat die EU ihre Schadstofflimits 319 mal nach oben korrigiert."

Die tragische Ironie des Brüsseler Nahrungsgift-Wahnsinns hat freilich Methode - eine höchst groteske dazu. So wird etwa die spanische Landwirtschaft mit österreichischen und deutschen Steuermillionen subventioniert. Im Gegenzug werden spanische Frischwaren massenhaft nach Mitteleuropa importiert, inklusive all der gefährlichen Chemikalien, mit denen die Lebensmittelsurrogate während ihres Heranwachsens eingenebelt wurden.

Umweltmediziner vermuten hinter dem versteckten Gift im Essen die Ursache mannigfacher Erkrankungen, von Allergien und Kopfschmerzen bis zu Organschädigungen und Impotenz. Davon unbenommen werden die Grenzwerte weiter hochgefahren.

Norbert Hofer: "Im Hopfen etwa ist heute die 10.000fache Menge an Pflanzenschutzmitteln zulässig als noch vor Jahren."

Angesichts der Unbelehrbarkeit Brüssels fordert die FPÖ Umweltminister Pröll auf, ein österreichisches Qualitätssicherungssystem auf die Beine zu stellen, das es ermöglicht, gegen die Hersteller besonders belasteter Importe Einfuhrsperren zu verhängen.

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