Grüne Wien: Wien hat zu wenig AHS

Jerusalem: "Zahl der AHS-SchülerInnen wird trickreich reduziert"

Wien (OTS) - "Wien hat zu wenig AHS", es sei skandalös wie mit diesem Problem umgegangen werde, kritisiert die Schulsprecherin der Wiener Grünen die Wiener Schulplanung. Eltern und Kinder müssten die jahrelangen Versäumnisse der Politik ausbaden. "Die neue Unterrichtsministerin muss handeln", so Jerusalem.

Jerusalem übt heftige Kritik an der Verschärfung der Bestimmungen beim Übertritt von der Volksschule in die AHS. Noch aus Gehrer-Zeiten stamme eine Verordnung, nach der die AHS heuer nur noch ausschließlich Schülerinnen und Schüler aufnehmen dürften, die in den Hauptfächern Einser und Zweier haben. Mit einem Dreier dürfe man auch dann nicht aufgenommen werden, wenn die Volksschule eine Aufnahme empfehle. Nur wenn Plätze übrig sind, hätten diese Kinder in der zweiten Runde eine Chance. Die Kooperative Mittelschule sei kein Ersatz für die AHS, so Jerusalem, die den Wiener Stadtschulrat dazu auffordert, die Eltern ungeschönt zu informieren. "Wenn die Klassenschülerzahlen in der AHS auf 25 gesenkt werden, müssen dann die 10 Prozent der SchülerInnen mit den schlechtesten Noten die AHS verlassen?" fragt Jerusalem.

Noch eine Neuigkeit aus dem Unterrichtsministerium sorgt für Aufregung bei Eltern und PädagogInnen. Seit nunmehr acht Jahren war es möglich gewesen mit einer verbalen Beurteilung in die AHS überzutreten. Jetzt sei wieder ausschließlich ein Notenzeugnis gültig, leider schweige die neue Unterrichtsministerin noch zu allen neuen Verschlechterungen aus der Ära Gehrer. "Eine Weichenstellung mit 10 Jahren ist lächerlich, der Einstieg in den Umstieg Richtung Gesamtschule, wie in der Regierungserklärung angekündigt, kann doch nicht mit einer weiteren Verschlechterung beginnen", so Jerusalem abschließend.

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