GLOBAL 2000: Jetzt Aufwachen! Raus aus Öl, Kohle und Atomkraft

GLOBAL 2000-Kritik an EU-Energiepaket: EU-Kommission setzt weiter auf klimafeindliche und gefährliche Energiequellen - BM Bartenstein muss endlich umdenken!

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert anlässlich des Besuchs der EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und des EU-Energiekommissars Andris Piebalgs das vorliegende EU-Energiepaket als "lückenhaft, klimafeindlich und gefährlich". Am 8. März werden mit dem Beschluss des Energiepakets durch die EU-Regierungschefs die Weichen für die Energiezukunft der EU gestellt. GLOBAL 2000-AktivistInnen schenken heute vor der Pressekonferenz im Wiener Wirtschaftsministerium starken Kaffee aus, um die PolitikerInnen aufzuwecken, damit diese Chance für den Klimaschutz nicht verschlafen wird. "Nur ein starkes Signal der EU kann dafür sorgen, dass in den Verhandlungen über den internationalen Klimaschutz nach 2012 die notwendigen Klimaschutzvereinbarungen erreicht werden. Mit dem jetzigen EU-Energiepaket ist dieses Signal ausgeblieben", kritisiert GLOBAL 2000-Energiesprecherin Silva Herrmann. Die einseitige Verpflichtung der EU zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent bis 2020 reicht nicht aus, um das Ziel einer Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs um nicht mehr als zwei Grad zu erreichen. "Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent ist in jedem Fall notwendig."

Bei genauer Betrachtung entpuppt sich das Energiepaket als ein brisanter Mix aus rückwärtsgewandten Technologien und neuen, großindustriellen Megaprojekten. So unterstreicht die EU-Kommission die große Bedeutung der Atomkraft für den Klimaschutz und macht die Tür weit auf für die weitere Nutzung der Kohle. Geschehen soll dies durch Kohlekraftwerke, bei denen das Klimagas CO2 abgeschieden und eingelagert werden soll. "Damit zementiert die EU-Kommission die fatale Falle, in der sich die EU-Energiepolitik derzeit befindet. Denn die tödliche Atomkraft und die umweltfeindliche Kohle wird weiterhin einseitig subventioniert, während für alternative Energiequellen und Einsparungen sowohl konkrete Ziele als auch Maßnahmen fehlen", so Herrmann.

Besonders gravierende Lücken zeigt das EU-Energiepaket beim Verkehr, der beinahe vollständig ausgeklammert worden ist. "Damit drückt sich die EU-Kommission vor der größten Herausforderung beim Klimaschutz:
der explodierenden Treibhausgasemissionen auf dem Verkehrssektor. Damit bleibt das EU-Energiepaket Stückwerk und lückenhaft", so Herrmann weiter. "Die Blockade-Politik gegen ambitionierte europäische Klimaschutzpolitik à la Schüssel und Bartenstein muss Bundeskanzler Gusenbauer jetzt beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren!", fordert Herrmann abschließend.

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GLOBAL 2000
Silva Herrmann, Energiesprecherin, 0699/14 2000 33
Presse: Andreas Baur 0664/103 24 23 und Lydia Matzka 0699/14 2000 26

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