Grüne NÖ: "Kleines" Glückspiel im Zwielicht

25 Fragen an Landesrat Schabl zur Kontrolle der NÖ Spielcasinos

St. Pölten (Grüne) - Der Lokalaugenschein der Grünen mit einer 16-Jährigen Testperson hat nun ein Nachspiel im NÖ Landtag. Die Grünen richten 25 Fragen an den zuständigen Landesrat Schabl, wie es mit der Kontrolle der Spielkasinos ausschaut. Ein Grüner Lokalaugenschein ergab, dass die Jugendschutzbestimmungen in Niederösterreichs Spielcasinos nicht wirklich ernst genommen werden. Eine 16-jährige Testperson erhielt Zutritt zu einem Admiral-Casino in Niederösterreich. Das Mädchen hat das Lokal betreten, an einem Tisch Platz genommen, ein Getränk konsumiert. Anschließend konnte sie auf einem Spielautomat ihr eingesetztes Geld verspielen. Einen Ausweis musste das Mädchen nicht vorlegen.

"Ich möchte wissen, wie viele KontrollorInnen in Niederösterreich unterwegs sind und welche Strafen bisher verhängt wurden", so der Jugendsprecher der NÖ Grünen, LAbg. Emmerich Weiderbauer. Darüber hinaus wollen die Grünen Klarheit über die Bewilligung weiterer Spielautomaten in Niederösterreich. Weiderbauer: "Die Volkspartei hat bisher nichts für Prävention und Schutz von suchtgefährdeter SpielerInnen unternommen. Die eingenommenen Bußgelder und ein Anteil der Steuereinnahmen müssen für suchtkranke Personen eingesetzt werden."

Bei der Legalisierung des Glückspiels im NÖ Landtag haben die VertreterInnen der ÖVP und SPÖ beteuert, dass alle notwendigen Vorkehrungen zum Schutz der Jugend und von suchtkranken Menschen getroffen wurden. "Werden jetzt Jugendliche und Suchtkranke von den Hinterzimmern direkt in die Admiral-Spielcasinos geholt?", fragt der Grüne Jugendsprecher.

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