WKÖ-Fachverband der Immobilientreuhänder wehrt sich gegen Verunsicherung von Vermietern

Angedachte Sozialversicherungsbeiträge aus Mieteinnahmen führen zu Unruhen bei Vermietern - Maßnahmen zur Steigerung der Investbereitschaft gefordert

Wien (PWK082) - Gegen die Begehrlichkeit der Politik bezüglich der Ausdehnung der Sozialversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen setzt sich der Fachverband der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zur Wehr. Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilienberufe, fordert von Sozialminister und Finanzstaatssekretär das Einstellen von öffentlichen Zurufen: "Die mediale Kommunikation schadet den kleinen, privaten Vermietern und Anlegern ebenso wie der gesamten Bauwirtschaft. So kommt es bei Bauprojekten mit Vorsorgewohnungen zu einem Ansturm der Kunden, die zurück treten wollen. Es ist zu befürchten, dass das gesamte System der Vorsorgewohnungen in Gefahr gerät, weil sich der Finanzierungsplan durch die Rücktritte und Verlagern in andere Vorsorgeprojekte natürlich nicht mehr rechnet. Die Auswirkungen sind kontraproduktiv, vor allem wenn man die wirtschaftlichen Folgen für die Bauwirtschaft und nachwirkend die fehlenden Einnahmen für den Fiskus mit einbezieht." Es sei Finanzminister Wilhelm Molterer für sein klares Auftreten für das Beibehalten der derzeitigen Regelung und Zurückweisung dieses Finanzierungsmodells zu danken, die derzeitige Verunsicherung von Kleinvermietern und Anleger wird jedoch erst nach Beendigung der Diskussion und Klärung des Sachverhaltes möglich sein, so Malloth weiter.

Statt des bedrohlichen Szenarios einer Art "Maschinensteuer" empfiehlt Fachverbandsobmann Malloth im Gegenzug von den politischen Verantwortungsträgern neuerliche Maßnahmen zur Steigerung der Investbereitschaft in Liegenschaftsvermögen: "Jede Maßnahme, zum Beispiel eine steuerfreie Rücklage als tatsächliches Anreizmodell ist ein großer volkswirtschaftlicher Multiplikator, der letztlich dem Fiskus mehr bringt als die Ausdehnung der Sozialversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen. Letzteres würde kurzfristig lediglich zur Verteuerung von Mieten durch Umwälzung der Kosten auf den Konsumenten führen." (JR)

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