Verbesserungen für 70.000 Beschäftigte in Sozialberufen

Bundeseinigungsamt bestätigt durch Satzung die Bedeutung des BAGS Kollektivvertrages

Wien (OTS) - "Mit der Satzung des Kollektivvertrages setzt die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) ihren Weg zur Anerkennungen der Leistungen der Beschäftigten im Sozialbereich erfolgreich fort. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass mit dem BAGS Kollektivvertrag 2007 erstmals die Einbindung von MitarbeiterInnen, die in speziellen Betrieben bzw. Projekten mit dem Ziel der (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt (sog. TransitmitarbeiterInnen) beschäftigt werden, gelungen ist," zeigt sich Josef Weidenholzer, Vorsitzender der BAGS, erfreut.

Mit der Satzung durch das Bundeseinigungsamt ist es gelungen, dem BAGS Kollektivertrages 2007 außerhalb seines Geltungsbereiches mit Wirkung 1. Jänner 2007 rechtsverbindliche Wirkung zukommen zu lassen. Dadurch unterliegen auch Organisationen, die nicht Mitglied der BAGS sind, den Bestimmungen. Der BAGS Kollektivvertrag ist in Österreich der einzige Kollektivvertrag, der für den gesamten Sektor Gesundheit, Soziales, Behindertenarbeit und Kinder- und Jugendwohlfahrt Regelungen vorsieht. Aktuell sind knapp 70.000 Personen in diesen Bereichen beschäftigt.

"Die Satzung bringt für noch mehr Beschäftigte eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und sorgt für mehr Fairness im Wettbewerb der in diesen Branchen arbeitenden Organisationen", betont der BAGS Fachgruppenvorsitzende für Behindertenarbeit Wolfgang Gruber.

Der BAGS Kollektivvertrag tritt an die Stelle von Teil-Kollektivverträgen verschiedener Organisationen oder Berufsgruppen in einzelnen Bundesländern und ersetzt mehr als 200 unterschiedliche Betriebsvereinbarungen. Er schafft für 60 Sozialberufe Mindeststandards, die nicht unterschritten werden dürfen, wobei bereits bestehende, günstigere Regelungen aufrecht bleiben.

Die BAGS wurde im Februar 1997 als Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Heute sind mehr als 200 Organisationen Mitglied der BAGS. Im Oktober 1997 wurde der Berufsvereinigung vom Bundeseinigungsamt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit die Kollektivvertragsfähigkeit für alle Bereiche zuerkannt. Die BAGS verhandelte mit den nun genannten Fachgewerkschaften GPA-DJP und Vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit und Kinder- und Jugendwohlfahrt. Der BAGS Kollektivvertrag wurde im Dezember 2003 unterzeichnet und trat mit 1. Juli 2004 in Kraft.

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