Rotkreuz-Hilfe für Afrika auf 1 Milliarde US Dollar mehr als verdoppelt

Aufsichtsrat des Roten Kreuzes beschließt Ausbau der Afrika-Hilfe

Wien/Addis Abeba (Rotes Kreuz) - Die Rotkreuz-Hilfe für Afrika
wird bis 2009 auf jährlich mindestens 1 Milliarde US Dollar (rund 770 Millionen Euro) ausgeweitet. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung der bisherigen Hilfsaktivitäten. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der Aufsichtsrat der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, der vom 5. bis 7. Februar in Addis Abeba, Äthiopien, getagt hat, gesetzt. Als sichtbares Zeichen der gemeinsamen Anstrengungen fand das Treffen des Roten Kreuzes erstmalig in Afrika statt.

Die Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent sind hoch:
sauberes Trinkwasser, Gesundheit, Bekämpfung von HIV/Aids, Nahrungsmittelsicherheit, Stärkung der Selbsthilfekapazitäten, etc. Gleichzeitig zeigt aber die bisherige Rotkreuz-Hilfe, dass wirkungsvoll geholfen werden kann und sich das Leben von Millionen von Menschen verbessert hat.

Allein die Rotkreuz-Masernimpfprogramme der letzten 6 Jahre führte zu einem 75%igen Rückgang der Sterbefälle. Im Rahmen der Malariainitiative des Roten Kreuzes wurden mehr als 30 Millionen Moskitonetze verteilt, was basierend auf den bisherigen Erfahrungen mehr als 1 Million gerettete Menschenleben bedeutet. Und diese Aktivitäten sollen in den kommenden Monaten und Jahren auf 300 Millionen verteilte Netze ausgeweitet werden.

Möglich ist dieses ambitionierte Programm durch das starke Netzwerk des Roten Kreuzes. Die nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sind in allen afrikanischen Ländern tätig, hunderttausende Freiwillige garantieren eine effiziente Hilfe.

Das Österreichische Rote Kreuz ist sich seiner Mitverantwortung bewusst und leistet seinen Beitrag: Wasserprojekte im Sudan, in Mozambique oder in Zimbabwe sowie Gesundheitsprojekte in Burkina Faso oder Angola sind erfolgreiche Beispiele und legen Zeugnis für dieses Engagement. "Gemeinsam können wir die Herausforderungen in Afrika meistern. Und die Entscheidungen in Addis zeigen einen klaren Weg und setzen konkrete Ziele", so Dr. Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes und Mitglied im Aufsichtsrat der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

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