Ramharter: Wo ist das soziale Netz für Unternehmer?

Oft versprochen und genau so oft gebrochen

Wien (OTS) - Während sich die Medien auf die Tatsache stürzen, daß ehemalige Gefangene, auch Asylanten, nach der Haft Arbeitslosenunterstützung bekommen, wird eines übersehen: Für Unternehmer gibt es nach wie vor kein soziales Netz.

"Nicht jeder Unternehmer, der Schiffbruch erleidet, hat eine Jacht am Meer und eine Villa in Frankreich", stellt heute Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, zu der Diskussion um Arbeitslosenunterstützung für Exgefangene fest. "im Gegenteil wird beim Scheitern eines Unternehmers meist dessen Existenz in Frage gestellt".

Während Arbeitnehmer bei den Sozialleistungen quasi aus dem Vollen schöpfen können, sind die Unternehmer hier deutlich schlechter gestellt. Wobei das AMS mehr und mehr dazu übergeht, Arbeitslose in die Selbständigkeit zu bringen.

"Solange die Unternehmer aktiv sind, Arbeitsplätze schaffen und erhalten, werden sie von den Politikern stets gelobt. Und wenn es um eine neue soziale Absicherung für Arbeitnehmer geht, werden sie mit dem Argument der Solidarität zur Kasse gebeten", so Ramharter weiter. "Nur wenn ein Unternehmer scheitert, dann ist von Solidarität nichts mehr zu hören. Wen wundert es da noch, daß die Selbständigenquote in Österreich deutlich geringer ist, als in vielen anderen Ländern Europas", schloß Ramharter.
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