Voves in ÖSTERREICH: "Halte nichts von Ausgrenzung der FPÖ"

In Sachen Semmering soll Regierung Blockade Prölls beenden

Wien (OTS) - Der steirische Landeshauptmann Franz Voves meldet
sich im ÖSTERREICH-Interview zur Causa Strache zu Wort. Voves:
"Strache hat sich klar und deutlich von jedem nationalsozialistischen Gedankengut und von Gräueltaten distanziert. Das habe ich klar von ihm vernommen." Zur FPÖ betont Voves: "Ich halte nichts von Ausgrenzung. Demokratisch legitimierte Parteien sind in unsere Überlegungen mit einzubinden, und zwar jede."

Scharfe Worte des steirischen Landeshauptmanns vor seinem Bahn-Gipfel mit Kanzler Alfred Gusenbauer und Verkehrsminister Werner Faymann. Voves fordert nicht nur den Bau des Koralm- sondern auch des Semmering-Tunnels und will dafür eine bundesgesetzliche Regelung. Voves: "Die ÖVP und der Herr Schüssel haben ganz gezielt in Ängstlichkeit vor Landeshauptmann Pröll das Altprojekt Semmering zurückgezogen. Weil man Angst hatte, dass sich der Verwaltungsgerichtshof für das alte Projekt entscheidet. Jetzt geht es also um die Frage, will die Bundesregierung, dass eines der neun Bundesländer eine überregional wichtige Bahnstrecke blockieren kann? Das ist ja undenkbar, diese Blockade muss beendet werden. Ich erwarte mir also ein Bekenntnis zu einer bundesgesetzlichen Regelung, damit in Zukunft landesgesetzliche Bestimmungen so wichtige Umsetzungen nicht mehr verhindern können."

Der Semmeringtunnel müsse ebenso wie der Koralmtunnel gebaut werden: "Der Semmering ist in logischer Konsequenz zur Koralm zu sehen. Es muss am Freitag ein Bekenntnis zur europäischen Route abgelegt werden. Seit 30 Jahren hat man uns mit dem Semmeringtunnel am Häkel. Wer glaubt, beim Koralmtunnel kann das wiederholt werden, der täuscht sich. Es kann nicht sein, dass im Regierungsprogramm Dinge vereinbart werden und kaum steht die Regierung NEU, fängt man an, neue Prioritäten zu setzen. Wir werden nach Jahrzehnten in der Warteschlange nicht akzeptieren, dass, nur weil Projekte wie der Wiener Zentralbahnhof später dazu gekommen sind, jetzt die Prioritäten neu gereiht werden."

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