Pflegediskussion: vida steht für hohe Qualität und faire Bezahlung

Gewerkschaft vida zu Bartenstein-Vorschlag: Neue Pflege-Modelle müssen höhere Qualität für PatientInnen bringen

Wien (vida/ÖGB) - Nur wer zwei Wochen rund um die Uhr in der
Pflege gearbeitet hat, weiß welche Belastungen Wirtschaftsminister Bartenstein dem pflegenden Personal zumutet. Ein halber freier Tag pro Woche und ein freier Sonntag alle zwei Wochen führen zu vermeidbaren Pflegefehlern. Unter diesen Bedingungen wird die Gewerkschaft zum Schutz der PatientInnen und der Pflegenden nicht zustimmen, erklärte Willibald Steinkellner, Sektionsvorsitzender für die Sozialen, persönlichen Dienste und Gesundheitsberufe in der Gewerkschaft vida, Mittwoch. ++++

"Ein neues Modell der Hauskrankenpflege ist sozialpartnerschaftlich zu verhandeln. 14 Stunden am Tag und die Möglichkeit, dass die 10 Stunden in der Nacht unterbrochen werden, ist nicht mit dem gültigen Hausangestelltengesetz gedeckt. Dieses limitiert die Arbeitszeit mit 110 Stunden in 2 Wochen," betonte Steinkellner. Er forderte die Politik auf, dafür Sorge zu tragen, dass jeder Einzelne nicht belastet wird. "Alles steht und fällt mit der Finanzierung", so Steinkellner. Man müsse in der Diskussion zwischen Betreuung und Pflege unterscheiden. "Aber beides ist um dieses Geld nicht möglich."

Nachdem die bisherigen Methoden zur Sicherung der Pflege von alten und kranken Menschen zu Hause nicht zielführend waren, steht die Gewerkschaft immer noch und weiterhin zu wertschöpfungsorientierten Komponenten der Sozialabgaben, sowie zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Pflege bei fairen Rahmenbedingungen, unterstrich Steinkellner abschließend.
(Schluss).

ÖGB, 7. Februar 2007 Nr. 98

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Gewerkschaft vida,
Sektion Soziale, persönliche Dienste und Gesundheitsberufe,
Willibald Steinkellner
Mobil: +43/0664/38 01 728
E-Mail: willibald.steinkellner@vida.at

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