Seeber: Kommissionsvorschlag zur CO2-Reduktion ist ambitioniert, aber vernünftig

Neue Chancen für Innovation und Arbeitsplätze in Europa

Brüssel, 7. Februar 2007 (ÖVP-PD) "Der Vorschlag der EU-Kommission zur Reduktion von CO2-Emissionen in Kraftfahrzeugen ist ein ambitionierter Vorschlag mit guten Chancen auf Realisierung. Er ist ein vernünftiger Mix aus Vorschlägen und Verpflichtungen, der der Umwelt nutzt und der europäischen Wirtschaft neue Chancen in Forschung und Innovation eröffnet", sagte heute, Mittwoch, der umweltpolitische Sprecher der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament, Dr. Richard Seeber. "Der globale Klimawandel zwingt uns zum Handeln, auch wenn Europa derzeit mit den vorgeschlagenen Maßnahmen weltweit nahezu allein dasteht. Gerade deshalb ist es aber notwendig, ein Maßnahmenbündel zu schnüren, das einerseits den umweltpolitischen Notwendigkeiten gerecht wird, andererseits aber eine Verlagerung der Kfz-Produktion in Drittstaaten und damit den Verlust von Arbeitsplätzen in Europa verhindert", betonte Seeber. ****

Seeber unterstrich weiters, dass die vorgeschlagene gesetzlich bindende Reduktion der CO2-Emissionen in Kraftfahrzeugen auf 130g/km durch weitere Maßnahmen flankiert werde, mit denen eine Gesamtreduktion auf die ursprünglich vorgesehenen CO2-Emissionen von 120g/km erreicht werden könne. "Es ist sinnvoll, in mehrere Bereich gleichzeitig investieren zu wollen. Nicht allein eine Verbesserung der Motorentechnologie, sondern auch Innovationen bei Reifen und Klimaanlagen können zusätzlichen Nutzen schaffen", sagte Seeber.

Der ÖVP-Umweltsprecher unterstützte vor allem die vorgeschlagene verstärkte Förderung von Biokraftstoffen zur Erreichung des Gesamtreduktionszieles: "Die genannten Emissionsgrenzwerte beziehen sich ja nur auf die Neuwagenflotte in der EU. Den Großteil des Kfz-Volumens stellen jedoch bereits in Gebrauch befindliche Fahrzeuge. Wenn wir hier mit einer verstärkten Nutzung von Biokraftstoffen ansetzen, hat das eine unmittelbare Auswirkung auf die CO2-Emissionen und leistet somit einen spürbaren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels", so Seeber weiter.

"Europa steht vor einer dritten industriellen Revolution. Umweltschutz und Klimapolitik müssen dabei Hand in Hand mit technologischen Innovationen gehen. Wir müssen den alten Gegensatz von Ökonomie und Ökologie hinter uns lassen: Es ist möglich, eine Erhöhung der Standards, eine Sicherung der Arbeitsplätze in Europa und die notwendige Erhöhung der Innovationsfähigkeit zu verbinden. Europa kann damit weltweit zum Spitzenreiter werden", sagte Seeber abschließend.

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