Hauptverband: e-card-System ist vor Missbrauch viel sicherer als der frühere Krankenschein

Laminger: "Panikmache ist unangebracht"

Wien (OTS) - Mit Stichtag Ende Jänner 2007 wurden seit Einführung des e-card-Systems insgesamt fast 140 Millionen Patientenkontakte mit der e-card in einer Vertragsordination der österreichischen Sozialversicherung in ein Kartenlesegerät gesteckt. Pro Tag werden österreichweit im Schnitt rund 350.000 bis 580.000 Patientenkontakte über das e-card System rasch und sicher abgewickelt, davon in Wien allein rund 60.000 pro Tag. Und in praktisch 100 Prozent dieser Patientenkontakte mit der e-card wird der Versicherungsstatus problemlos rückgemeldet. "Diese Zahlen sind", so der Vorsitzende des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Dr. Erich Laminger, "der beste Beweis dafür, dass das vor zwei Jahren in ganz Österreich eingeführte e-card-System zur Zufriedenheit von Millionen Patienten und bundesweit mehr als 11.000 Vertragsärzten hervorragend funktioniert". Insgesamt wurden bereits mehr als 9 Millionen e-cards landesweit verschickt, 11.179 Ärzte sind an das Netz angeschlossen.
Lediglich bei 0,4 Prozent aller Patientenkontakte mit der e-card bedarf es in einer Ordination eines Vertragsarztes einer zusätzlichen Aktion, um die Anspruchsberechtigung eines Patienten prüfen zu können. Laminger: "Wir gehen davon aus, daß unsere Vertragsärzte im Regelfall ihre Patienten persönlich kennen, bevor sie diese behandeln". "In den wenigen Fällen, wo dies nicht gegeben ist", so Laminger weiter, "sind die Vertragsärzte der
Sozialversicherung gemäß § 15 der geltenden vertraglichen Vereinbarung zwischen Hauptverband und österreichischer Ärztekammer ermächtigt, die Identität des Patienten zu überprüfen". Jedenfalls ist das neue e-card-System entgegen der Darstellung in einer heute erscheinenden Tageszeitung vor Missbrauch wesentlich sicherer als das frühere System des papierenen Krankenscheines. Sorgen um ihre Anspruchsberechtigung bei einem Arztbesuch brauchen sich unselbstständig Beschäftigte weder bei einem Jobwechsel noch bei Arbeitslosigkeit machen. "In beiden Fällen", so Laminger, "garantiert eine sechswöchige Schutzfrist die Anspruchsberechtigung eines Patienten und damit den Status "versichert" beim e-card-System". Bei ihren Eltern mitversicherte StudentenInnen haben bis zum 15. November des laufenden Jahres Zeit, durch Vorlage der Inskriptionsbestätigung einer Universität oder Fachhochschule dem zuständigen Krankenversicherungsträger den Nachweis der entsprechenden Mitversicherung vorzulegen. "In seinem eigenen Interesse",so Laminger weiter, "ist aber jeder Versicherte auch angehalten, sich um die Anspruchsberechtigung in der Krankenversicherung zu kümmern".
Kommt es zu einem Verlust oder Diebstahl der e-card, ist unverzüglich eine Meldung an die Sozialversicherung zu erstatten. Wer den Verlust oder den Diebstahl der persönlichen e-card umgehend der Serviceline der Sozialversicherung - 050124 33 11 - zum Ortstarif aus ganz Österreich - meldet, bewirkt, dass die Karte gesperrt wird. "Von Gefahren oder gar Missbrauch im Umgang mit der e-card zu sprechen, ist daher reine Panikmache, die jeder Grundlage entbehrt", betont Laminger abschliessend.

Rückfragen & Kontakt:

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
dieter.holzweber@hvb.sozvers.at
http://www.sozialversicherung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHS0001