Mödlhammer: Online-Rechner erleichtert Gemeinden die Finanzplanung

Haslauer: "Anwendung des Landes hat Vorbildcharakter"

Wien (Gemeindebund) - Mit einer neuen Anwendung auf dem Intranet-Portal der Gemeinden, www.kommunalnet.at, können nun Salzburger Gemeinden online die Zuschusshöhe für eine Förderung aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) selbst auszurechnen. "Damit haben die Gemeinden bereits nach wenigen Minuten Gewissheit, ob und wieviel Förderung für ein geplantes Projekt möglich ist", freut sich Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, der diese Anwendung als "Vorbildprojekt auch für andere Bundesländer" bezeichnet. "Für uns", ergänzt Gemeindereferent LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer, "ist das ein ganz wichtiger Schritt, die Serviceleistung des Landes für die Salzburger Gemeinden weiter auszubauen."

Die im Auftrag von Gemeindereferent Haslauer entwickelte Anwendung, der "GAF-Rechner", steht den Salzburger Gemeinden ab sofort auf kommunalnet.at zur Verfügung. Kommunalnet.at, eine gemeinsame Tochter des Österreichischen Gemeindebundes, seiner Landesverbände und der Kommunalkredit Austria, ist das mit Abstand erfolgreichste E-Government und Informationsportal für die heimischen Gemeinden. Mehr als 1.600 der insgesamt 2.347 heimischen Gemeinden nutzen dieses Intranet-System für ihre tägliche Arbeit. Insgesamt werden auf dem Portal, je nach Berechtigung, bis zu 41 behördliche und nicht-behördliche Anwendungen den Gemeinden zur Verfügung gestellt. Im Bundesland Salzburg verfügt Kommunalnet nahezu über vollständige Flächendeckung, 95 Prozent der Gemeinden sind bei kommunalnet.at registriert.

Förderungen sind wesentlicher Finanzierungsfaktor

"Seit dem Jahr 2006 wird im Bundesland Salzburg die Zuschusshöhe für eine Förderung aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) nach einer schematisierten Berechnung festgelegt", erklärt Haslauer. Diese Berechnung erfolgt in Kombination einer Sockelförderung nach der Vorhabensart und Zu- bzw. Abschlägen nach der Finanzkraft, der Einnahmenhöhe und der Investitionshöhe. "Eingebaut wurden auch Zuschläge für Energiepunkte, für interkommunale Zusammenarbeit und für die gemeinsame Nutzung von Räumen. Diese Berechnung ist entsprechend komplex und es werden dafür viele Basisdaten benötigt, die zum Teil nur in der Gemeindeabteilung vorliegen", so der LH-Stv. und Gemeindereferent Haslauer.

In Anbetracht der Tatsache, dass GAF-Mittel einen wesentlichen Finanzierungsfaktor für die Realisierung von Gemeindeprojekten darstellen und die Höhe einer möglichen Förderung schon bei der Finanzplanung, also vor Antragstellung und Genehmigung, bekannt sein sollte wurde vom Land Salzburg der GAF-Rechner entwickelt. "Damit können die Gemeinden alle für eine Förderung maßgeblichen Zahlen zu einem geplanten Projekt eingeben und erhalten umgehend die Höhe der berechneten Förderung", so Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. Zur Verbesserung von Transparenz und Nachvollziehbarkeit werden sowohl Sockelförderung, als auch Zu- und Abschläge einzeln aufgelistet. Ergibt die Berechnung kein Ergebnis, heißt das, dass zu diesem Projekt kein Förderungsvorschlag möglich ist und man erhält automatisch auch die Begründung dazu.

"Dieses Projekt hat aus mehreren Gründen Vorbildcharakter", weiß Mödlhammer: "Zum einen, weil es Planungssicherheit und Transparenz schafft und zum anderen, weil es dabei erstmalig in einem Bundesland zu einer ökonomisch sinnvollen Aufteilung der Arbeit gekommen ist." Kommunalnet.at steuert die Basisinfrastruktur - das Portal - bei, so dass das Land seine EDV-Resourcen voll und ganz in die Entwicklung von nutzbringenden Anwendungen stecken kann.

Die Anwendung "GAF-Rechner" wird vom jeweiligen Gemeindeadministrator berechtigten Anwender/innen freigeschalten und steht dann im Werkzeugkasten von kommunalnet.at zur Verfügung.

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