VP-Wolf: Spielerischer Gewaltverherrlichung Einhalt gebieten!

Wien soll Vorreiterrolle übernehmen

Wien (VP-Klub) - Ein Maßnahmenbündel zur Reglementierung und Kontrolle von Computer-Gewaltspielen präsentierte heute der Mediensprecher der ÖVP Wien, LAbg. Franz Ferdinand Wolf.
Kernpunkt dieses Pakets ist die Forderung nach verpflichtender Kennzeichnung und Einstufung aller in Wien zum Verkauf angebotenen Spiele durch die Pan European Game Information (PEGI). "Es ist das erste europaweite Alterseinstufungssystem für Computer- und Videospiele. Es gibt Eltern, Einkäufern und Onlinekonsumenten das Vertrauen, dass der Inhalt eines bestimmten Spiels für eine spezifische Altersgruppe geeignet ist."

Kontrollgremium einrichten und Strafbestimmungen evaluieren

Weitere Forderungen der ÖVP Wien und ihres Mediensprechers sind die Einrichtung eines landeseigenen Gremiums zur Kontrolle aller auf dem Markt befindlichen Computerspiele und die Erstellung eines Kriterienkatalog für den Vertrieb. "Jedes auf den Wiener Markt kommende Spiel soll auf Basis der Kriterien geprüft und gegebenenfalls verboten werden", so Wolf.
Auch sollten die Strafen für den widerrechtlichen Vertrieb und Verkauf von Spielen an Minderjährige einer umfassenden Analyse unterzogen werden. "Fehlverhalten in diesem Bereich muss auch ernste Konsequenzen haben", forderte Wolf, der in Verbindung mit Strafverschärfungen auch eine umfassende Informationskampagne zur Problematik von Gewaltverherrlichung, über die Auswirkungen der Spiele und die Konsequenzen der Missachtung der Verkaufsbestimmungen für notwendig hält.

Bundesweite Regelung ist anzustreben

Der Mediensprecher betonte weiter, dass in einem nächsten Schritt eine Österreichweite Regelung des Verkaufs und Vertriebs von Computerspielen erfolgen müsse. "Das von uns geforderte Bündel an Maßnahmen ist ein Anfang auf Landesebene. Aber gerade in diesem Bereich hat Wien die Chance als Avantgarde voranzugehen. Es liegt in der Hand der Rathausverantwortlichen, diese Chance zu nutzen", meinte der VP-Mediensprecher.

Positiv bewerte Wolf in diesem Zusammenhang, dass sowohl Bundesministerin Kdolsky als auch andere Bundesländer wie Oberösterreich Bereitschaft signalisiert haben, sich dieser Problematik anzunehmen. "Es war uns auch wichtig, eine breite Diskussion auszulösen. Die jetzigen Reaktionen sind ein gutes Zeichen dafür, dass dies gelungen ist."

Und Wolf abschließend: "Es geht hier nicht um das schlichte Verbot, dieses kann nur die letzte Konsequenz sein. Es geht darum, der spielerischen Gewaltverherrlichung Einhalt zu gebieten. Dieser Aufgabe muss verantwortungsvolle Medienpolitik nachkommen!"

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