FPÖ: Innsbrucker Busflotte nicht zeitgemäß

Hauser: "Mit der Entscheidung für Dieselbusse setzt Innsbruck ein Signal in die falsche Richtung"

Wien (OTS) - Die FPÖ Tirol zeigt sich entsetzt über die Entscheidung der Stadt Innsbruck, die strombetriebenen Oberleitungs-Linienbusse durch Dieselbusse zu ersetzen. Dieser Beschluss erinnert, so FPÖ-Landesparteiobmann NAbg. Gerald Hauser, an die umweltpolitische Steinzeit, als es zwar schon das Problem der Luftverschmutzung, jedoch noch keine einsatzfähigen Alternativen zu Diesel und Co gab. Heute sei das gottlob anders.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Dank des 6. EU-Rahmenprogramms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration sind mit nachhaltiger Verkehrspolitik beträchtliche Förderungen zu lukrieren. Diese umfassen sowohl die Entwicklung umweltfreundlicher Verkehrssysteme und Verkehrsträger für Personen und Güter wie namentlich umweltfreundlicher, sicherer und wettbewerbstauglicher Konzepte für den Nahverkehr. Diese Chance kann für Innsbruck genutzt werden."

Während sich zahlreiche europäische Städte ihren Anteil an den Brüsseler Fördertöpfen sichern, verkennt Innsbruck die Zeichen der Zeit völlig. Von Madrid über Berlin und Frankfurt an der Oder bis in den Norden Schwedens setzt man im Linienbusverkehr auf zukunftsfähige weil umweltverträgliche Konzepte.

Der Möglichkeiten, durch Luftreinhaltung einen Beitrag zur Volksgesundheit zu leisten, gibt es viele. Ob Wasserstoff- und Elektromotoren oder der sich vielerorts bewährt habende Gasantrieb, stehen etliche markttaugliche Innovationen zur Verfügung.

Gerald Hauser: "Dass gerade Innsbruck, in der Inntalfurche mit den europaweit höchsten Feinstaub- und CO2-Belastungen und entsprechend verbreiteten Atemwegserkrankungen konfrontiert, eine Busfahrt rückwärts macht, ist so unverständlich wie unverantwortlich. Mögen die vor allem unter Kindern rapide zunehmenden Fälle von Allergien und Bronchitis zu allererst auf den ausufernden Alpentransit zurückzuführen sein, so ist dies kein Grund, die wenigen im Kommunalbereich umsetzbaren Verbesserungsmaßnahmen außer Acht zu lassen."

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