ÖGB-FGV-Mostbauer: Bartensteins Pflegemodell so nicht möglich

Illegales einfach zu legalisieren ist zu wenig

Wien (ÖGB-FGV) - "Illegales einfach zu legalisieren ist mir zu wenig. Wir brauchen flexible Modelle, aber sicher nicht einen zwei Wochen Rund-um-die-Uhr-Dienst", kritisiert die Vorsitzende der Fachgruppenvereinigung Gesundheitsberufe im ÖGB (ÖGB-FGV), Gerda Mostbauer, den Vorschlag von Arbeitsminister Bartenstein zur Rund um die Uhr Pflege.++++

Eine qualitativ gute Rund um die Uhr Betreuung eines Menschen stelle eine besondere Herausforderung dar. BetreuerInnen haben daher während ihrer Dienstzeit ständig auf der Hut zu sein. Vorgesehene Ruhezeiten, sofern sie nicht außerhalb des Haushaltes konsumiert werden, können meistens nicht eingehalten werden und bestehen real nur auf dem Papier. Ein Zwei-Wochen-Dauerdienst ist auch eine enorme psychische Belastung. Mostbauer: "Das ist weder für BetreuerInnen noch für die PatientInnen zumutbar. Hier ist Kreativität gefragt."

Nicht akzeptabel ist für die ÖGB-FGV-Vorsitzende auch die Regelung der Bezahlung. Mostbauer: "Rund-um-die-Uhr-Betreuung zum Billigtarif darf es nicht geben. Für hochwertige Leistung muss auch entsprechend bezahlt werden." Vom Arbeitsminister erwartet sich die ÖGB-FGV-Vorsitzende eine vollständige Überarbeitung seines Modells unter Einbeziehung der Gewerkschaften sowie der Pflegeorganisationen. Mostbauer: "G´scheiter wäre es gewesen, wenn Bartenstein vorher das Gespräch gesucht hätte."(ff)

ÖGB, 7. Februar 2007 Nr. 95

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