KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0101 von heute: Chancen für Jugendliche - Chancen für die Wirtschaft: Die berufliche Ausbildung Jugendlicher im bfi Wien (Teil 3)

Pressekonferenz am 6.2.2007 im neuen Schulungszentrum/KFZ-Werkstatt Hetzendorferstr. 55, 1120 Wien

Wien (OTS) - Seit 1993 gibt es im bfi Wien eine eigene Abteilung
zur Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen. Gestartet wurde mit beruflicher Orientierung und Nachholen schulischer Abschlüsse. Auf Grund der rasch angestiegenen Jugendarbeitslosigkeit kam 1998 die berufliche Ausbildung hinzu, die bis heute ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist. Hier handelt es sich um Ausbildungen nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG), § 30 BAG und Integrative Berufsausbildung nach § 8b BAG. Mit 250 Jugendlichen wurde begonnen, bis 2005 stieg die Zahl kontinuierlich auf 900 (1./2. Lehrjahr) -Fachkräfte werden weiterhin gesucht! 2006 schlossen erstmals KFZ-Techniker und Karosseriebautechniker das 3. Lehrjahr ab. 2 Lehrlinge des bfi Wien belegten beim Wettbewerb der Berufsschule 2006 den 1. und 2. Platz - ein Erfolg, der für die Qualität der Ausbildung und AusbildnerInnen spricht.

Die Jugendmaßnahmen im Einzelnen/eine Auswahl

Berufsausbildung nach JASG/Berufslehrgänge: zwei Einstiegstermine pro Jahr (Oktober und Februar). Für die Dauer von je 10 Monaten werden im 1. Lehrjahr immer um die 500 Jugendliche in folgenden Lehrberufen ausgebildet:

KFZ- und Karosseriebautechnik Bürokaufleute Elektroinstallationstechnik Einzelhandel Sanitär- und Klimatechnik Hotel- und GastgewerbeassistentInnen Malerei und Anstrich Floristik

Alle Fachwerkstätten bzw. speziell ausgestattete Ausbildungsräumlichkeiten vorhanden.

Diese Maßnahme verfolgt zwei Ziele: die duale Ausbildung im 1. Lehrjahr und eine Vermittlung in ein betriebliches Lehrverhältnis während der Ausbildung unter Anrechnung der absolvierten Lehrzeit. Letzteres gelingt derzeit bei einem Drittel, ein Drittel bricht die Ausbildung ab. Die Gründe? Aus Sicht der Teilnehmer/innen eine zu geringe Ausbildungsbeihilfe (Euro 150/Monat), die Anforderungen der Berufsschule können nicht erfüllt werden (oft aus sprachlichen Gründen) sowie falsche Berufswahl. Das letzte Drittel hat das 1. Lehrjahr abgeschlossen, jedoch keine Anschlusslehre gefunden, bleibt im bfi Wien und wechselt in die:

JASG Verlängerung 2. Lehrjahr. Diese dauert ebenfalls 10 Monate und umfasst jährlich ca. 180 Jugendliche in den oben genannten Berufen. Die Ziele sind die gleichen, die Vermittlungserfolge auf eine Lehrstelle interessanterweise höher und liegen quer durch die letzten Jahre zwischen 40 und 50% bei Dropouts von unter 20%. Für die restlichen gibt es wieder die Möglichkeit im bfi Wien zu bleiben, um die Ausbildung abzuschließen und zwar in der:

JASG Verlängerung 3. u. 4. Lehrjahr. Somit finden fast 50% der Jugendlichen bereits während der ersten zwei Lehrgangsjahre eine Lehrstelle bei einem Betrieb. Im 3. bis 4. Lehrjahr richtet sich die Dauer nach dem Lehrberuf und beläuft sich auf 16 oder 22 Monate. Die Vermittlung auf eine Lehrstelle passiert im 3. Lehrjahr nur in wenigen Fällen, die Dropouts halten sich in Grenzen. Alle bisher zur Lehrabschlussprüfung angetretenen Jugendlichen haben diese auch geschafft und fanden anschließend einen Arbeitsplatz als FacharbeiterInnen.

Bei Ausbildungen nach § 30 BAG kommt es zu Partnerschaften verschiedener Trägerorganisationen, da nicht jede über alle notwendigen Werkstätten bzw. über freie Kapazitäten verfügt. Einerseits fungiert das bfi Wien als Bieter und übernimmt die sozialpädagogische Betreuung sowie die organisatorische Abwicklung, andererseits führen wir nur die praktische Ausbildung durch und zwar in den Berufen KFZ-Technik für Mädchen sowie Bürokauffrau/mann und Großhandel.

Die Integrative Berufsausbildung nach § 8b BAG ist die dritte Schiene der beruflichen Ausbildung Jugendlicher und richtet sich im Gegensatz zu den beiden anderen an junge Menschen mit gewissen Lern-und Entwicklungsschwächen. Die Teilnehmer/innen der Berufe BuchbinderInnen, TapeziererInnen, MalerInnen, MaurerInnen und SystemgastronomInnen, Fliesen- und PlattenlegerInnen profitieren davon. Die Ausbildungsdauer beträgt vorerst ebenfalls ein Jahr mit Verlängerungsmöglichkeit.

Einschlägig ausgebildete und erfahrene AusbilderInnen, TrainerInnen und sozialpädagogische BetreuerInnen (derzeit 142) begleiten die Jugendlichen.

Dr. Herwig Stage, Geschäftsführer des bfi Wien Alfred-Dallinger-Platz 1, 1034 Wien, www.bfi-wien.at

Ein APA-OTS-Bild zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at oder direkt unter http://www.ots.at/redirect.php?ams

Weitere Bilder abrufbar unter:
http://www.pressefotos.at/album/1/1/200702/20070206_a/

(Ende)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gabriele Masuch, Public Relations
bfi Wien
Tel.: 01/811 7810 385

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AMS0004