Heizen: "Gute Verbrennung ist wenig Verbrennung"

Kooperation Land, Umweltverband und Kaminkehrer - neues Pilotprojekt "Feinstaubkleber"

Bregenz (VLK) - Feuerungsanlagen sind neben dem Straßenverkehr und anderen Einflüssen ein Mitverursacher der Feinstaubbelastung. Zur weiteren Schadstoffreduktion setzen Umweltverband, Kaminkehrer und Land Vorarlberg einen Schwerpunkt, imformierten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Umweltlandesrat Erich Schwärzler im heutigen Pressefoyer. Den Kaminkehrern als Fachberater kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Als weitere Maßnahme zur Feinstaubreduktion dient das Pilotprojekt "Feinstaubkleber".
Zwischen den verschiedenen Heizsystemen bestehen hinsichtlich der Feinstaubbelastung beträchtliche Unterschiede. Öl- und Gasheizungen weisen bei ordnungsgemäßem Betrieb und guter Wartung nur geringe Feinstaubemissionen auf. Der vermehrte Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Holz ist als Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen im Sinne des Klimaschutzes grundsätzlich positiv zu werten.

Ein gewisser Nachteil dieses Energieträgers sind allerdings die in Einzelfällen vorhandenen höheren Emissionen. "Wer seine Heizung optimal einstellt, sorgfältig behandelt, sie regelmäßig wartet und reinigt, kann dadurch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und sparsameren Betrieb erzielen sowie die Emissions-Schadstoffmengen beträchtlich herabsetzen", betonte Umweltlandesrat Schwärzler.

Gemeinden und Kaminkehrer als wichtige Berater vor Ort

Um die Information der Bevölkerung über das "Richtige Heizen" zu verstärken, setzen der Umweltverband, die Kaminkehrer und das Land Vorarlberg auf eine forcierte Zusammenarbeit. Dabei sollen die Kaminkehrer nicht nur den Gemeinden als kompetente Dienstleister zur Verfügung stehen, sondern auch die Heizanlagenbetreiber vor Ort beraten.

Die nachstehende Grafik zeigt die Emissionswerte am Beispiel des Kohlenstoffmonoxids (CO) für schlecht gewartete Heizungsanlagen vor und nach einem fachgerechten Service (Mittelwerte aus behördlichen Überprüfungen 2003-2005):

Zusätzliche Informationen zum Thema Heizsysteme und Schadstoffemissionen sind auch unter www.vorarlberg.at/umwelt abrufbar.

Pilotprojekt zur Feinstaubbindung: "Feinstaubkleber"

In enger Kooperation mit den Abteilungen Umwelt und Straßenbau im Amt der Landesregierung, dem Umwletinstitut sowie der Firma ACONTEC/Schaan und der TU-Graz wird von Februar bis Mitte April 2007 im Bereich der Bärenkreuzung und des Ardetzenbergtunnels zusätzlich zum konventionellen Winterdienst Calcium-Magnesium-Acetat (CMA, "Feinstaubkleber") ausgebracht. Ziel dieses Pilotprojektes ist es, so Artur Sottopietra vom Umweltinstitut, die Wirkung von CMA als Auftaumittel und Feinstaubkleber zu überprüfen. Experten schätzen mit bis zu 75 Prozent weniger Feinstaub.
(tm)

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