AMS: Lehre erhöht Arbeitsmarktintegration und Einkommen von Jugendlichen (Teil 2)

Studie zeigt: Jugendliche mit Lehrausbildung sind länger beschäftigt und erzielen ein deutlich höheres Einkommen als Jugendliche mit Pflichtschulausbildung

Wien (OTS) - "Der Ersteinstieg von Jugendlichen in den
Arbeitsmarkt ist der Meilenstein für die Arbeitsmarktintegration und die weitere Berufslaufbahn der jungen Erwachsenen. Vergleicht man die Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung der Jugendlichen nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung, so zeigt sich: Die Investitionen in die Ausbildung der Jugendlichen zahlen sich aus", fasst Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich die zentralen Ergebnisse der im Auftrag des AMS von der Synthesis Forschungsgesellschaft erstellten Studie zum Berufseinstieg von Jugendlichen zusammen. Untersucht wurde der Berufseinstieg von Jugendlichen des Jahrgangs 1980 und seine Auswirkungen auf die weitere Berufslaufbahn. Von den insgesamt 90.000 Jugendlichen des Jahrgangs 1980, die im Alter von 25 Jahren erwerbstätig waren, ist rund jede/r sechste Jugendliche (15.000) nach der Pflichtschule direkt in das Berufsleben eingestiegen. Fast die Hälfte der Jugendlichen (42.600) hat nach der Pflichtschule eine Lehre begonnen und der Rest eine weiterführende Schule oder Universität besucht.

Lehrausbildung erhöht Arbeitsmarktintegration und Einkommen

Somit sind beinahe zwei Drittel der Jugendlichen nach der Schule entweder direkt ins Erwerbsleben eingestiegen oder haben eine Lehre absolviert. Die Gegenüberstellung der Karriereverläufe der 25-jährigen Jugendlichen hat gezeigt: Wer eine Lehre durchlaufen hat, ist besser in den Arbeitsmarkt integriert, mehr Tage im Jahr beschäftigt (+23 Tage oder 9 %) und erzielt ein höheres Jahreseinkommen (+1.400 Euro oder 9,9%) als Personen mit nur Pflichtschulabschluss. Die unterschiedliche Entwicklung in den Bereichen Arbeitsmarktintegration verfestigt sich mit den Jahren:
Während die Arbeitslosenquote von Personen mit Pflichtschulausbildung derzeit bei 16,7 % liegt, so beträgt die Arbeitslosenquote von Personen mit Lehrausbildung mit 6 % fast nur ein Drittel davon (Durchschnittswerte 2006). Was das Jahresbeschäftigungseinkommen betrifft, so erreichten die 25-jährigen Jugendlichen mit einer Lehrausbildung - getrennt nach Frauen und Männern einerseits und Branchen andererseits - folgenden Vorsprung: Frauen im Handel (+ 3.900 Euro), im Tourismus (+ 1.200 Euro), in den sonstigen Dienstleistungen (+ 2.350 Euro), Männer im Fahrzeugbau (+ 15.600 Euro), im Bauwesen (+ 9.200 Euro) und in der Metallerzeugung (+ 8.600 Euro).

Die Hälfte der Jugendlichen bis 25 hatte bereits Kontakt zum AMS

Das AMS spielt für einen großen Kreis junger Berufstätiger eine zentrale Rolle. Von allen Personen des Jahrgangs 1980, die im Zeitraum 1996 bis 2005 in Österreich erwerbstätig waren, hatte die Hälfte bis zu ihrem 25. Lebensjahr bereits Kontakt zum AMS aufgenommen. Der Erstkontakt mit dem AMS findet in nahezu der Hälfte der Fälle (29.100 von 66.100 Personen) noch vor dem 19. Lebensjahr statt. Der unmittelbare Anlass für den Kontakt ist die Lehrstellensuche, später meistens die Arbeitslosenmeldung.

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(Fortsetzung)

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