AMS fördert den Berufseinstieg von knapp 112.000 Jugendlichen (Teil 1)

- Lehrausbildung von 38.000 Jugendlichen gefördert (2005/2006) - 73.500 Jugendliche wurden beim Berufseinstieg unterstützt - Intensivbetreuung von langzeitarbeitslosen Jugendlichen

Wien (OTS) - Über 20.000 Jugendliche finden pro Jahr durch die Vermittlung des Arbeitsmarktservice (AMS) eine Lehrstelle. (2006:
20.300/2005: 20.100). Jugendlichen, die keine Lehrstelle finden, bietet das AMS breite Unterstützung. So wurde im Vorjahr der Berufseinstieg von knapp 112.000 Jugendlichen durch die Lehrausbildung, Aus- und Weiterbildungen und Beschäftigungsprogramme gefördert.

Ausbildungsjahr 05/06: Lehrausbildung von 38.000 Personen gefördert

Die Ausbildung von Jugendlichen über die Berufslehrgänge verfolgt vor allem zwei Ziele: Die duale Ausbildung der Jugendlichen und die Vermittlung in ein betriebliches Lehrverhältnis. Österreichweit finden rund 60 Prozent der Jugendlichen bereits während oder nach den Lehrgängen eine Lehrstelle bei einem Betrieb. Im Ausbildungsjahr 2005/2006 haben rund 9.000 Jugendliche (2004/2005: 8.800) an den Berufslehrgängen teilgenommen. Jugendliche, denen es nicht gelingt auf eine Lehrstelle am ersten Arbeitsmarkt zu wechseln, können die gesamte Lehrausbildung in vom AMS finanzierten überbetrieblichen Lehrlingseinrichtungen absolvieren. Im Ausbildungsjahr 2005/2006 haben rund 1.100 Jugendliche (2004/2005: 200) davon profitiert, im Ausbildungsjahr 2006/2007 werden weitere 9.500 Jugendliche an Berufslehrgängen und überbetrieblichen Einrichtungen ausgebildet.

Darüber hinaus wird vom AMS die Lehrausbildung von Jugendlichen in Betrieben finanziell unterstützt. Im Rahmen des Blum-Bonus wird vom AMS die Ausbildung von zusätzlichen Lehrlingen in Betrieben mit monatlich 400 Euro im 1. Lehrjahr (300/200 Euro im 2./3. Lehrjahr) gefördert. Im Ausbildungsjahr 2005/2006 wurde die Lehrausbildung von 21.600 Jugendlichen gefördert, im Jahr 2006/2007 werden weitere 10.000 davon profitieren. "Diese Förderung für die Einrichtung zusätzlicher Lehrstellen gibt es nicht nur derzeit, sondern wird es auch im nächsten Jahr geben", erklärte Kopf. Auch die Lehrausbildung von am Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen (Behinderte, Mädchen in nichttraditionellen Berufen, über 19Jährige) wird vom AMS finanziell gefördert. Im Jahr 2006 hat das AMS über die Lehrstellenförderung die Lehrausbildung von rund 6.100 (2005: 6.400) benachteiligten Jugendlichen unterstützt, auch heuer wird dieses Niveau gehalten werden. "Um mögliche Hemmschwellen bei der Einstellung von Lehrlingen zu beseitigen, plant die Regierung die Lockerung des Kündigungsschutzes mit der Möglichkeit das Lehrverhältnis nach dem 1. oder 2. Lehrjahr zu kündigen", so Kopf.

2006: AMS unterstützte 73.500 Jugendliche (keine Lehrstellensuchenden)

Viele Jugendliche haben aufgrund geringer Ausbildung oder zuwenig Berufspraxis Schwierigkeiten, den Berufseinstieg zu schaffen und am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Um die Jobchancen von Jugendlichen zu erhöhen, finanziert das AMS Jugendlichen die geeignete Aus- oder Weiterbildung. 2006 haben insgesamt rund 64.900 Jugendliche (2005:
57.200) von den AMS-Schulungen profitiert, 2007 soll dieses Niveau gehalten werden. Das Schulungsspektrum ist breit, es reicht beispielsweise von EDV-Schulungen über Facharbeiterintensivausbildungen bis hin zur Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzumachen. Die Erfolgsquote der Schulungen ist hoch: 70 % aller TeilnehmerInnen finden innerhalb von sechs Monaten nach Schulungsende einen Arbeitsplatz.

Viele Jugendliche schaffen den dauerhaften Berufseinstieg mit den Beschäftigungsprogrammen des AMS. Über die Eingliederungsbeihilfe unterstützt das AMS Unternehmen, die "arbeitsmarktferne" Jugendliche mit Problemen einstellen, für einen begrenzten Zeitraum bis zu zwei Drittel des Bruttoentgelts. In Sozial-ökonomischen Betrieben oder Gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten erhalten andere Jugendliche für ein Jahr lang die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln, um anschließend auf einem regulären Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Jahr 2006 haben 8.600 Jugendliche (2005: 6.100) die Beschäftigungsprogramme des AMS genutzt, im Jahr 2007 werden es wieder rund 9.000 sein.

Projekt "Der Jugend eine Chance": Betreuung von Langzeitarbeitslosen

Mit dem Projekt "Der Jugend eine Chance" wird die Jobvermittlung von rund 2000 langzeitarbeitslosen Jugendlichen durch die begleitende Einzelbetreuung der Jugendlichen durch Coaches intensiviert. Alle 2.000 Jugendlichen sind in das Förderprogramm eingetreten. Die Erfolgsquote des Projekts ist hoch: Von den ehemals langzeitarbeitslosen Jugendlichen, die das Förderprogramm durchlaufen haben, haben rund 61 Prozent der TeilnehmerInnen sechs Monate nach Projektende eine Beschäftigung oder einen Lehrplatz gefunden. "Die erfolgreiche Methode des Projekts, also die Intensivbetreuung der Jobsuchenden durch eigene Coaches soll künftig auch auf andere Zielgruppen wie Langzeitarbeitslose oder Ältere ausgeweitet werden", betonte Kopf abschließend.

Fortsetzung:

Teil 2: OTS0100 "AMS: Lehre erhöht Arbeitsmarktintegration und Einkommen von Jugendlichen"
http://www.ots.at/redirect.php?ams2

Teil 3: OTS0187 "Chancen für Jugendliche - Chancen für die Wirtschaft: Die berufliche Ausbildung Jugendlicher
im bfi Wien"
http://www.ots.at/redirect.php?ams31

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