Rack: Südachse wird nur durch Taten, nicht mit Streit realisiert

Eigeninvestitionen ziehen EU-Förderungen nach sich

Brüssel, 6. Februar 2007 (ÖVP-PD) "Wenn es noch irgendeine Chance gibt, die Südachse in die prioritären europäischen Verkehrsverbindungen hineinzureklamieren, dann hier und jetzt. Das wird aber nicht mit offen ausgetragenem Streit, sondern nur mit einem Angebot an Europa gehen", sagte heute der Verkehrssprecher
der ÖVP-Delegation im Europäischen Parlament, Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack. Der steirische Europaparlamentarier warnte jedoch davor, die Debatte ausschließlich unter der Prämisse zu führen, ob und wo europäische Fördergelder lukriert werden könnten: "Wenn es uns gelingt, mit dem Einsatz eigener Investitionen überzeugend unser Engagement zu dokumentieren, dann wird auch aus der EU eine entsprechende Förderung kommen. Die in der laufenden Finanzperiode für Transeuropäische Verkehrsnetze zur Verfügung stehenden 8 Milliarden werden voraussichtlich nicht voll ausgeschöpft. Hier ist etwas zu holen - wenn der politische Wille mit der Tat übereinstimmt", so Rack. ****

Österreich müsse mit einem klaren Angebot an Europa dokumentieren, dass wir in einem Ausbau der Südachse eine nicht nur für unser Land, sondern eine für die Europäische Union ganz wichtige Verbindung sehen. "Das TEN-Projekt 6, also die Verkehrsachse von Lyon nach Budapest, liegt derzeit eher auf Eis.
Es liegt aber in unserem ureigensten wirtschaftlichen Interesse, dass der Wirtschaftsstandort Ostösterreich nicht über Ungarn umfahren wird", betonte Rack.

Auch eine aktuelle Mitteilung der Europäischen Kommission böte Aussichten auf eine zusätzliche Realisierungschance: "Die Kommission will die europäischen Nachbarn besser an die Verkehrs-und Wirtschaftsachsen der Union anbinden. Konkret gibt es den Vorschlag zu einem Verkehrskorridor auf der Süd-Ost-Achse, also einer Verkehrsverbindung von der EU über den Balkan und die Türkei bis hin zum Kaukasus. Das ist eine weitere Wirtschaftschance für Österreich. Investitionen und positives Engagement ziehen zusätzliches Geld und neue Chancen an. Das einzige, was mit Sicherheit zu nichts führt, ist innenpolitischer Streit und regionales Gezänk", so Rack abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Univ.Prof. Dr. Reinhard RACK, Tel.: 0032-2-284-5773
(reinhard.rack@europarl.europa.eu) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-475-79 00 21
(philipp.schulmeister@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0004