Offener Brief der UGöD an den GÖD-Vorstand: ÖGB-Reform mittragen - Zweigvereinsgründung überdenken

UGöD fordert im Falle der Zweigsvereinsgründung Urabstimmung unter GöD-Mitgliedern

Wien (OTS) - In Folge der Beschlüsse des GöD Vorstands vom 1. Februar 2006, in dem die Weichen zur Gründung eines rechtsfähigen Zweigvereins gestellt wurden, wenden sich die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GöD in einem offenen Brief, übertitelt mit "Solidarität ist unsere Stärke" an die GöD-Spitze.

Dabei fordert die UGöD noch einmal das Überdenken der Neugründung als rechtsfähigen Zweigverein und den GöD-Vorstand auf, die ÖGB-Reform aktiv mitzutragen: "Solidarität, auch die finanzielle, und aktive Beteiligung am gemeinsamen Reformprozess aller Teilgewerkschaften liegt im Interesse der GÖD-Mitglieder: Die ist kein standespolitisches Anliegen von BeamtengewerkschafterInnen allein. Die Abwehr von Personal- und Leistungsabbau, die Rücknahme von Ausgliederungen und Privatisierungen, die Sicherung der Qualität der öffentlichen Dienste, die Bereitstellung der dafür notwendigen Ressourcen und Arbeitsplätze an den öffentlichen Schulen, an den Universitäten, im Gesundheits- und Sozialbereich, im Justiz- und Verwaltungsbereich und bei der Exekutive liegen im Interesse der in diesen Diensten Tätigen UND in dem aller ArbeiterInnen, Angestellten, prekär Beschäftigten, Arbeitslosen, der Jungen wie der Alten," schreiben Reinhart Sellner und Ilse Sirinek vom Vorsitzendenteam der UGöD.

Und weiter: "Aus diesen Gründen sind wir gegen die von vorlauten FCG-FunktionärInnen so genannte 'Befreiung vom ÖGB' mit der Zweigvereinsgründung als erstem Schritt und gegen das Zurückfahren der ÖGB-Beiträge der GÖD, die auf Grund ihrer Mitgliederstruktur (sichere Arbeitsplätze, hoher MaturantInnen- und AkademikerInnenanteil, biennale Vorrückung) und - ähnlich wie die Gemeindebediensteten - zu den finanzstarken Teilgewerkschaften gehört."

Sellner und Sirinek weisen auch darauf hin, dass die 'Absetzbewegung' der GöD vom ÖGB von vielen GÖD-Mitgliedern keineswegs begrüßt, geschweige den mitgetragen wird: "Es gibt mehr GÖD-Mitglieder als dem FCG- und FSG-Vorstandsmitgliedern bewusst ist, die in der gegenwärtigen Krise und angesichts der eingeleiteten Reformen ihre Solidarität leben wollen. Viele wollen die nach der großteils selbstverschuldeten Nichtwahl des Kollegen Neugebauer in den ÖGB-Vorstand beschleunigte Absetzbewegung vom ÖGB nicht mittragen. Sie erleben diese Absetzbewegung als unsolidarischen und kurzsichtigen Schritt, den sie nicht mitgehen wollen."

Zuletzt fordern die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GöD -sollte die GöD tatsächlich als rechtsfähiger Zweigverein gegründet werden - eine Urabstimmung unter den GöD-Mitgliedern: "Auch wenn es Kollegen Neugebauer nach der Vorstandssitzung gegenüber der APA noch nicht wahrhaben wollte: Vor einer Grundsatzentscheidung über die Neuausrichtung der GÖD im Sinn des von FCG-ÖAAB-Führung geplanten Kurses sind eine Urabstimmung und die Befragung der Mitglieder demokratische Notwendigkeiten. Entgegen dem Statut und trotz eines Stimmenanteils von 6,83% sind wir (UGöd) immer noch aus dem Vorstand ausgeschlossen - daher dieser offene Brief an den GÖD-Vorstand. Glück auf, trotz alledem!"

Rückfragen & Kontakt:

Ilse Sirinek, Reinhart Sellner
Vorsitzende der UGöd
Reinhart Sellner: reinhart.sellner@blackbox.net ,
Ilse Sirinek: Tel. 0699/19222271
Weitere Infos: www.ugoed.at

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