Ein anrüchiges Thema: Bad und WC

Aktion "Weg damit - das unnötige Produkt des Monats Februar"

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ) - Perfekter Glanz und Geruch und dank des neuen Spezialreinigers haben Bakterien am WC sowieso keine Chance. Doch dass gerade Putzmittel für Bad und WC viele gesundheitliche Probleme mit sich bringen, das wissen die wenigsten. Im Februar präsentieren ''die umweltberatung'' Niederösterreich und die NÖ Arbeiterkammer im Rahmen des Projektes "Weg damit, das unnötige Produkt des Monats!", Reinigungsmittel für Bad und WC. Von 69 Produkten wurden in einer aktuellen Erhebung 53 als unnötig erachtet. Nur rund ein Viertel der erhobenen Produkte, die WC-Reiniger, stellen eine sinnvolle Ergänzung zu Allzweckreinigern und Mikrofasertüchern dar.

ztl.:Umweltgefährliche Toilettenspülung?
4 der 18 erhobenen Beckensteine (fest und flüssig) sind als "umweltgefährlich" mit R52/53 gekennzeichnet. Dieser Risikosatz bedeutet: "Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben". Kaum ein anderes Reinigungsmittel trägt diesen Risikosatz. Das ist umso bedenklicher, als diese Produkte bei jeder Betätigung der Toilettenspülung ins Abwasser entlassen werden. Deshalb empfehlen Umwelt- und Konsumentenschützer: Hände weg von Beckensteinen!

ztl.:Gesundheitsschädlicher Kampf gegen die Bakterien
Fast jedes vierte Produkt enthält Keim tötende Wirkstoffe, sogar unter den an sich sinnvollen WC-Reinigern finden sich Produkte mit desinfizierender Wirkung. Mikroorganismen sind jedoch überall vorhanden, können nicht vollständig entfernt werden und sind zudem für das menschliche Abwehrsystem wichtig. Desinfektionswirkstoffe wiederum belasten uns und unsere Umwelt. Sie können sogar die Widerstandskraft von Bakterien erhöhen. Christian Mokricky von ''die umweltberatung'' NÖ: "Desinfektion im Haushalt ist völlig kontraproduktiv, Reinigungsmittel mit bakteriziden Wirkstoffen sollen deshalb nicht gekauft werden."

ztl.:Geld kann sinnvoller investiert werden
"Werden die vollkommen unnötigen Beckensteine und Desinfektionssprays einfach weg gelassen, erspart sich ein Haushalt immerhin 33 Euro im Jahr." Stellt die Leiterin der AKNÖ-Konsumentenberatung, Dr. Eva Schreiber, fest. "Dafür ist schon ein vernünftiger Einkauf im Bioladen möglich." Dieser Rechnung liegt der Verbrauch von monatlich einem Beckenstein und einem Desinfektionsspray pro Quartal zu Grunde.

ztl.:Fazit: Spezialreiniger sind nicht notwendig
Lufterfrischer oder Beckensteine können bei längerem "Sitzen" zu Augen- und Schleimhautreizungen, Atemproblemen und Husten führen. Die Reinigungswirkung ist dagegen gleich null. Die in der Werbung gepriesenen Putzmittel mit Desinfektionswirkstoffen belasten nicht nur die Umwelt sondern schwächen zusätzlich das Immunsystem. Kleine Kinder und empfindliche Personen sind besonders gefährdet. Fest steht, dass Sauberkeit im Bad und WC mit mechanischen Behelfen (WC-Bürste, Mikrofasertücher, Saugglocke) und Allzweckreiniger möglich ist. Das häufige Ausleeren des Abfalleimers und das Wechseln von Putzlappen ist Voraussetzung für einen sauberen Sanitärbereich.

Die NÖ Arbeiterkammer und ''die umweltberatung'' NÖ fordern deshalb, dass in Beckensteinen keine wasserschädigenden Wirkstoffe enthalten sein dürfen.

Weitere interessante Tipps zum Reinigen von Bad und WC sowie Detailergebnisse zur Erhebung finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at und www.umweltberatung.at

"Weg damit! - Das unnötige Produkt des Monats"
Informationen und Beratung:
"die umweltberatung", Christian Mokricky, Tel.: 0676/ 836 88 584 Arbeiterkammer NÖ, Helmut Bohacek, Tel: 057171-1631

Informationen für JournalistInnen:
NÖ-Arbeiterkammer, Reinhard Panzenböck, Tel.:057171-1261, reinhard.panzenboeck@aknoe.at
"die umweltberatung" NÖ, Mag Gabriele Pomper, Tel.: 027 42/ 718 29-113, 0676/ 66 88 558, gabriele.pomper@umweltberatung.at

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