Bayr, Ströer, Felber: Raubtierkapitalismus muss gezähmt werden!

Vorschläge für eine gerechtere Welt am 15. Hindels-Symposium

Wien (SPW) - "Der Raubtierkapitalismus muss gezähmt werden!",
waren sich die TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion zum Thema "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt - gegen Konzernmacht und Kapitalismus" einig. Am zweiten und letzen Tag des 15. Hindels-Symposiums, das jährlich in Erinnerung an den bedeutenden Bildungs- und Gewerkschaftsfunktionär Josef Hindels stattfindet, hatte die Wiener SPÖ-Bildung nach dem gestrigen Vortrag von ÖBG-Präsident Rudolf Hundstorfer am Samstag den Autor und Mitbegründer von ATTAC, Christian Felber zur Präsentation seines neuen Buches und anschließender Diskussion geladen. Ebenfalls anwesend waren die neue SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr, sowie der Vorsitzende des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Alfred Ströer. ****

Sein Buch mit dem Titel "50 Vorschläge für eine gerechtere Welt -gegen Konzernmacht und Kapitalismus" sei gewissermaßen eine Antwort auf Margaret Thatchers berühmten Ausspruch "There is no alternative", so Felber, der vehement dagegen auftritt, "dass neoliberale Eliten die Globalisierung und die damit verbundenen Konsequenzen zum unveränderbaren Naturgesetz erklären wollen. In einer Demokratie gibt es immer eine Alternative!", stellte der Publizist klar. Um zu beweisen, dass die globalisierungskritische Bewegung sehr wohl alternative Lösungsansätze bereithalte, präsentiert er in seinem Buch 50 konkrete Alternativen, von der Neugestaltung der Finanzmärkte und des Welthandels bis hin zu einem verbindlichen Pflichtenkatalog für transnationale Konzerne. "Wir müssen ein Wirtschaftssystem finden, bei dem Gemeinwohlorientierung und Kooperation an erster Stelle stehen", bekräftigte Felber und freute sich: "Ich bin begeistert, mit wie viel Leidenschaft und Idealismus hier heute diskutiert wurde. Das macht Hoffnung!"

Auch Bayr betonte, dass "die Demokratisierung der Wirtschaft und die Überwindung des Kapitalismus notwendig" seien, um zu einer gerechteren Welt zu gelangen. "Ich bin Organisationen wie ATTAC sehr dankbar, dass sie auf gefährliche Werteverschiebungen aufmerksam machen. Wir Menschen müssen uns bewusst machen welche Konsequenzen unser Handeln für die Welt hat", erinnerte die Umweltsprecherin. Ein besonderes Anliegen sei ihr, dass die Idee der Nachhaltigkeit politisch mit Leben erfüllt wird, unterstrich Bayr. "Die Nachhaltigkeit ist ein gleichseitiges Dreieck aus Wirtschaft, Sozialem und Ökologie. Momentan sitzt die Wirtschaft am längeren Ast, dabei sollten die soziale und die ökologische Komponente genau den gleichen Stellenwert haben", forderte Bayr. Sie wünsche sich ein "nachhaltiges, globales Konzept, dass allen Menschen gerechte Chancen auf Entwicklung und einen gesunden Lebensraum einräumt", so die Umweltsprecherin abschließend. (Schluss) lk

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
Mobil: +43 664 8304545
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0002