Plassnik: "Gemeinsame Anstrengungen für eine friedliche Konfliktlösung im Nahen Osten"

Außenministerin zum Treffen des Nahost-Quartetts in Washington

Wien (OTS) - "Für den Nahen Osten ist es wichtiger denn je, dass alle gemeinsamen Anstrengungen für eine friedliche Konfliktlösung gebündelt werden. Das Nahost-Quartett ist dafür das richtige Forum. Deshalb habe ich wiederholt ein rasches Zusammentreten angeregt und würde es begrüßen, würden Folgetreffen in Zukunft auf regelmäßigerer Basis stattfinden", sagte Außenministerin Plassnik im Vorfeld des heutigen Zusammentretens des Nahost-Quartetts, das sich aus Vertretern der UNO, der EU, Russlands und der USA zusammensetzt.

"Wir haben ein gemeinsames Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren werden: die Existenz zweier Staaten, Israel und Palästina, die in Frieden und Wohlstand Seite an Seite leben. Österreich und die EU werden weiter ihren Teil dazu beitragen, diese Vision verwirklichen zu helfen", fuhr Plassnik fort. Die Außenministerin betonte zugleich, dass die Dynamik aus der Region nicht von außen ersetzt werden könne. "Gerade die Staaten in der Region sollten ihren Beitrag leisten. Niemand kann es sich erlauben, der negativen Dynamik der Gewalt zuzusehen. Die Arabische Friedensinitiative und konkrete Vermittlungsbemühungen etwa Ägyptens weisen hier in die richtige Richtung."

Plassnik begrüßte das geplante trilaterale Treffen zwischen Präsident Abbas, Premierminister Olmert und US-Außenministerin Rice:
"Dies ist ein wichtiger Schritt, der weitere Direktgespräche zwischen den Parteien auf der Suche nach einer dauerhaften politischen Lösung unterstützen wird. Dabei wird es wichtig sein, schnell erste konkrete Resultate zu erzielen. Die Menschen in der Region erwarten und brauchen dringend eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Nur dadurch kann nachhaltig Vertrauen in den weiteren politischen Prozess geschaffen werden."

Zu den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Fraktionen meinte die Außenministerin: "Ich rufe die palästinensischen Entscheidungsträger dazu auf, die Feindseligkeiten einzustellen und sich auf eine nationale Plattform zu einigen. Und zwar auf einer Grundlage, die es der internationalen Staatengemeinschaft wieder erlaubt, voll mit der Palästinensischen Autonomiebehörde zusammen zu arbeiten. Denn ohne Bekenntnis zu den Grundprinzipien der Koexistenz ist ein echter Friedensdialog nicht vorstellbar."

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
abti3@bmaa.gv.at
http://www.aussenministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0003