Vielfältige Formen der Zusammenarbeit von Gemeinden

7. Rheintalforum im Rahmen von vis!on rheintal

Rankweil (VLK) - Das Thema Gemeindekooperationen, ein zentraler Gegenstand der Initiative vis!on rheintal, stand heute, Freitag, im Mittelpunkt des 7. Rheintalforums in Rankweil. Fachleute aus Deutschland, der Schweiz und Österreich erläuterten in ihren Vorträgen verschiedene Modelle und Formen des kommunalen Miteinanders.

Neben Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold nahmen rund 100 Rheintalerinnen und Rheintaler - gemeindepolitisch Tätige sowie Vertreterinnen und Vertreter von Interessentengruppen - die Gelegenheit wahr, sich über Erkenntnisse und Erfahrungen in anderen Regionen zu informieren und diese in Workshops zu diskutieren.

Michael Gugler vom Amt der Oberösterreichischen Landesregierung bezeichnete Gemeindekooperationen als "neue Chance" angesichts des Leistungs- und Kostendrucks, der auf den Gemeinden lastet, und veranschaulichte dies anhand mehrerer Beispiele aus Oberösterreich, z.B. eine interkommunale Betriebsansiedelung und den gemeinsamen Bau eines Dienstleistungszentrums für vier Gemeinden.

Der stellvertretende Landrat im Landkreis Lindau, Theo Bihler erläuterte unter dem Titel "Gemeinde ohne Gemeindeamt" das Modell der Verwaltungsgemeinschaft. Dabei werden "Back office"-Aufgaben - das sind jene Leistungen, die keinen Parteienverkehr und keine Bürgerkontakte erfordern, z.B. die Lohnbuchhaltung - im Verband erledigt. Für alle anderen Verwaltungsbereiche verbleiben Bürgerservicestellen in den Gemeinden.

Professor Richard Reschl von der Kommunalentwicklung Baden-Württemberg schilderte anhand von Beispielen die allgemeine Situation in Deutschland und die gemeinsame Entwicklung von großen Betriebsgebieten. Inge Hubacher, die Leiterin des Amtes für Gemeinden beim Kanton St. Gallen, sprach über die dort bestehenden Pläne für Gemeindezusammenlegungen. In Vorarlberg sind Fusionen kein Thema, es bieten sich aber vielfältige Diskussionsansätze, die auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit von eigenständigen Gemeinden interessant sind.

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